Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr 2026 Rüstungsexporte im Wert von rund 13,87 Milliarden Euro genehmigt – mehr als viermal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.
Kriegswaffen und sonstige Rüstungsgüter
Von der Gesamtsumme entfallen rund 9,6 Milliarden Euro auf Kriegswaffen und 4,3 Milliarden Euro auf sonstige Rüstungsgüter. Die Regierung betont, dass jede Genehmigung im Einzelfall und nach sorgfältiger Prüfung unter Einbeziehung außen- und sicherheitspolitischer Erwägungen erteilt wird.
Hauptabnehmer: Ukraine, USA und Israel
Größter Abnehmer ist die Ukraine mit Genehmigungen im Wert von 2,5 Milliarden Euro. Sie wird im Abwehrkampf gegen Russland unterstützt, gilt aber als Drittland. Insgesamt gingen Rüstungsgüter im Wert von etwa 9 Milliarden Euro (über 60 Prozent) an EU- oder NATO-Staaten sowie enge Partner – im Vorjahr waren es noch 83 Prozent.
Auf Platz zwei folgen die USA mit 1,6 Milliarden Euro, dann die Niederlande, Tschechien und Litauen. Israel liegt mit knapp 800 Millionen Euro auf Platz sechs. Laut Ministerium entfällt der Großteil davon auf ein Marineprojekt und Kooperationen deutscher und israelischer Firmen im Interesse der Bundeswehr.
Kleinwaffen und weitere Länder
Der Wert der Genehmigungen für Kleinwaffen und -teile beträgt rund 120 Millionen Euro, wovon 97 Prozent an EU-, NATO- und gleichgestellte Länder wie Japan, Schweiz, Australien und Neuseeland gehen. Hinter Israel liegen Lettland (rund 500 Millionen Euro), Norwegen, Estland und Slowenien mit geringem Abstand.



