Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Rumänien eine Drohne über seinem eigenen Luftraum abgeschossen. Der Präsident des NATO-Mitgliedstaats, Nicușor Dan, teilte mit, dass ein rumänischer Pilot an Bord eines F-16-Kampfjets das unbemannte Fluggerät über einem unbewohnten Gebiet zerstörte. Untersuchungsteams seien beauftragt worden, Details zu dem Vorfall zu liefern.
Hintergrund: Wiederholte Drohnenverletzungen
Im Verlauf des seit fast viereinhalb Jahren andauernden Ukrainekriegs waren bereits wiederholt Drohnen in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Einige davon stürzten ab, keine wurde jedoch zuvor abgeschossen. Der aktuelle Abschuss markiert eine deutliche Verschärfung der Reaktionsweise Rumäniens auf solche Eindringlinge.
Reaktionen und Bedeutung
Der Abschuss erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen entlang der NATO-Ostflanke. Rumänien grenzt an die Ukraine und das Schwarze Meer, wo russische Drohnen regelmäßig im Einsatz sind. Die Entscheidung, eine Drohne abzuschießen, signalisiert eine härtere Haltung gegenüber Verletzungen des Luftraums. NATO-Verbündete beobachten die Lage genau, da solche Vorfälle die Bündnisverpflichtungen betreffen.



