Der britische Premierminister Keir Starmer hat eine eindringliche Warnung ausgesprochen: Russland könnte bereits in vier Jahren einen Nato-Staat angreifen. Diese Einschätzung basiert auf Geheimdienstinformationen sowohl aus Großbritannien als auch von anderen Nato-Partnern. „Nach Einschätzung unserer Geheimdienste und anderer Nato-Staaten könnte es bereits 2030 zu einem Angriff Russlands auf die Nato kommen“, erklärte Starmer am Freitag während eines Besuchs bei einem Drohnenhersteller in Südwestengland. Er betonte die Dringlichkeit, mit der sein Land dieses Thema angehe.
Ähnliche Warnungen aus Europa
Starmers Aussagen reihen sich in eine Serie von Warnungen europäischer Spitzenpolitiker ein. Bereits im vergangenen Dezember hatte Nato-Generalsekretär Mark Rutte vor einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet binnen fünf Jahren gewarnt. Auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, teilt diese Einschätzung. Er geht davon aus, dass Russland ab 2029 in der Lage sein könnte, einen großangelegten Angriff auf Nato-Territorium zu führen.
Gefährlichste Zeit seit Jahrzehnten
Der britische Generalstabschef Richard Knighton bezeichnete die aktuelle Lage in einem BBC-Interview als den „gefährlichsten Zeitraum“ seiner 35-jährigen Militärkarriere. Er unterstrich die Notwendigkeit, dass Großbritannien und seine Verbündeten ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen, um potenzielle Gegner von unüberlegten Handlungen abzuhalten.
Britischer Investitionsplan zur Verteidigungsstärkung
Premierminister Starmer kündigte an, dass Großbritannien einen zehnjährigen Investitionsplan zur Stärkung der eigenen Verteidigung vorlegen werde. Dieser Plan solle noch vor dem Nato-Gipfel am 7. Juli veröffentlicht werden. Damit reagiert die britische Regierung auf die wachsende Bedrohung durch Russland unter Präsident Wladimir Putin.



