Trump droht Iran mit Zerstörung aller Kraftwerke und Brücken
Trump droht Iran: Kraftwerke und Brücken zerstört

Trump droht mit Zerstörung der Infrastruktur

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit massiven Angriffen auf die zivile Infrastruktur gedroht, sollte Teheran nicht zu Verhandlungen bereit sein. In einem Interview mit Fox News erklärte Trump: „Nächste Woche werden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln.“ Die Attacken würden solange fortgesetzt, „bis ich sage, dass es genug ist“. Bereits im April hatte Trump eine ähnliche Drohung ausgesprochen, diese jedoch nicht umgesetzt. Damals forderte er die Öffnung der Straße von Hormus für den globalen Öl- und Flüssiggas-Handel.

Neue Angriffswelle der USA

Das US-Militär führte in der Nacht eine weitere Angriffswelle gegen iranische Ziele durch. Laut dem Regionalkommando Centcom sollten die Luftangriffe „die iranischen Fähigkeiten weiter schwächen, die für Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden“. Die USA werfen dem Iran vor, in der vergangenen Woche sieben Handelsschiffe angegriffen zu haben. Dabei seien knapp ein Dutzend Crewmitglieder getötet, verletzt oder vermisst worden. Centcom teilte mit, dass die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen wurde. Der Einsatz begann um 16 Uhr US-Ostküstenzeit (22 Uhr MESZ). Derzeit seien „mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und hunderte Militärflugzeuge im gesamten Nahen Osten im Einsatz“, so das Regionalkommando.

Iranische Vergeltungsangriffe

Als Reaktion auf die US-Angriffe wurde Kuwait nach eigenen Angaben Ziel iranischer Drohnenangriffe. Die kuwaitische Armee erklärte, die Luftabwehr wehre „derzeit feindliche Drohnenangriffe ab“ und sprach von einer „schändlichen iranischen Aggression“. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst; das Innenministerium in Manama forderte die Bürger auf, Ruhe zu bewahren und sich zu sicheren Orten zu begeben. Der Iran hatte bereits in den vergangenen Tagen Ziele in Kuwait, Bahrain und anderen Golfstaaten angegriffen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Trump verzichtet auf Gebühren

In einer überraschenden Kehrtwende verzichtete Trump am Dienstag auf eine geplante 20-prozentige US-Gebühr auf Schiffsfracht, die durch die Straße von Hormus transportiert wird. Stattdessen wolle er Einnahmen durch Handelsabkommen mit den Golfstaaten erzielen. Der Iran hatte den USA vorgeworfen, mit der Seeblockade das zwischen beiden Ländern ausgehandelte Rahmenabkommen „demontiert“ zu haben. Dieses Abkommen, das Mitte Juni unter pakistanischer Vermittlung unterzeichnet wurde, sollte binnen 60 Tagen zu einem Friedensabkommen führen und eine „sichere und unentgeltliche Durchfahrt“ durch die Straße von Hormus garantieren. Trotz anfänglicher Erfolge kam es später erneut zu Angriffen auf Frachtschiffe, die die USA dem Iran zuschreiben. Am Wochenende verkündeten die iranischen Revolutionsgarden die erneute Schließung der Meerenge.

Auswirkungen auf Energiepreise

Der Iran hatte die Straße von Hormus bereits Ende Februar nach Beginn der US- und israelischen Angriffe größtenteils gesperrt, was zu einem sprunghaften Anstieg der weltweiten Energiepreise führte. Die aktuelle Eskalation droht die Märkte erneut zu destabilisieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration