Trump ernennt Bill Pulte zum Geheimdienstchef – Kritik auch aus eigenen Reihen
Donald Trump hat mit Bill Pulte einen weiteren treuen Unterstützer auf einen Schlüsselposten gehoben. Der bisherige Chef der staatlichen Wohnungsbaufinanzierungsbehörde FHFA wird zusätzlich kommissarisch die US-Geheimdienste beaufsichtigen. Die Entscheidung stößt auf breite Kritik – auch innerhalb der Republikanischen Partei.
Fehlende Qualifikation sorgt für Unmut
Pulte bringt keinerlei Erfahrung im Geheimdienstbereich mit. Der republikanische Senator John Cornyn erklärte, er sehe keine Belege für eine Eignung. John Thune, Mehrheitsführer im Senat, warnte, das Land brauche keinen Geheimdienstchef, „der als Waffe eingesetzt werden kann“. Führende Demokraten bezeichnen Pulte als unqualifiziert.
Pulte als „Kampfhund“ des Präsidenten
In seiner bisherigen Rolle als FHFA-Chef war Pulte bereits umstritten. Er ging aggressiv gegen politische Gegner vor, darunter ein Vorstandsmitglied der US-Notenbank. US-Medien nennen ihn einen „Kampfhund“ Trumps, der dessen Anordnungen bedingungslos umsetzt. Kritiker befürchten, dass er nun die Geheimdienste politisch instrumentalisieren könnte.
Hintergrund der Ernennung
Der Posten wurde frei, weil Tulsi Gabbard ihren Rücktritt zum 30. Juni angekündigt hatte. Offiziell aus familiären Gründen, doch Medien berichten von Meinungsverschiedenheiten mit Trump über den Irankrieg. Pulte übernimmt die Koordination der Geheimdienste in einer Zeit hoher globaler Spannungen, darunter der Krieg im Iran, der Ukraine-Konflikt und Chinas wachsender Einfluss. Für eine Übergangszeit von bis zu 210 Tagen benötigt er keine Senatsbestätigung.
Reaktionen und Ausblick
Ob Pulte dauerhaft Geheimdienstdirektor bleibt, ist unklar. Die Ernennung zeigt erneut Trumps Hang, Loyalität über Qualifikation zu stellen. Kritiker warnen vor einer Politisierung der Geheimdienste. Die Diskussion um Pultes Eignung dürfte anhalten.



