US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu separaten Gesprächen im Weißen Haus empfangen. Nach Angaben von Teilnehmern beider Seiten verliefen die Treffen äußerst konstruktiv. Trump selbst bezeichnete die Unterredungen im Anschluss als „sehr gut“.
Selenskyj-Treffen: Fokus auf Sicherheitsgarantien
Das Gespräch mit Selenskyj dauerte rund eine Stunde und stand im Zeichen der anhaltenden Kriegshandlungen in der Ukraine. Nach Informationen aus ukrainischen Regierungskreisen thematisierte Selenskyj erneut die Notwendigkeit langfristiger Sicherheitsgarantien. Trump habe Verständnis für die ukrainische Position gezeigt, jedoch keine konkreten Zusagen gemacht. Ein Sprecher des Weißen Hauses betonte, die USA unterstützten die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine weiterhin „unerschütterlich“.
Netanjahu-Visite: Nahost-Frieden und Iran
Im Anschluss an das Ukraine-Treffen empfing Trump den israelischen Premier Netanjahu. Im Mittelpunkt standen laut israelischer Delegation die Bemühungen um eine Normalisierung der Beziehungen zu Saudi-Arabien sowie der Umgang mit dem iranischen Atomprogramm. Netanjahu dankte Trump für die amerikanische Unterstützung und betonte die „exzellente“ Zusammenarbeit beider Länder. Ein US-Regierungsvertreter erklärte, die Gespräche seien in einer „freundschaftlichen Atmosphäre“ verlaufen.
Hintergrund der diplomatischen Offensive
Die beiden Treffen sind Teil einer Reihe hochrangiger Besuche in Washington. Beobachter werten sie als Versuch Trumps, seine außenpolitische Bilanz vor der anstehenden Wahl aufzuwerten. Bereits in der vergangenen Woche hatte Trump den usbekischen Präsidenten Schawkat Mirsijojew empfangen. Das Handelsblatt berichtet, dass die Gespräche mit Selenskyj und Netanjahu ohne größere Zwischenfälle abliefen – ein Erfolg angesichts der komplexen geopolitischen Lage.
Die genauen Ergebnisse der Unterredungen blieben zunächst vage. Beide Seiten kündigten jedoch an, die Gespräche in den kommenden Wochen fortzusetzen. Trump selbst äußerte sich zuversichtlich: „Wir haben große Fortschritte gemacht, mehr kann ich noch nicht sagen.“



