US-Präsident Donald Trump hat die „nächste Woche“ als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen genannt, das die Öffnung der Straße von Hormus umfasst. Dies berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefoninterview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden.
Libanon meldet acht Tote nach israelischen Angriffen
Bei israelischen Drohnenangriffen im Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben acht Menschen getötet worden. Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA vom Dienstag wurden bei einem Drohnenangriff ein Vater sowie dessen Sohn und Tochter getötet. Die libanesische Armee teilte zudem mit, dass zwei ihrer Soldaten bei einem weiteren Drohnenangriff leicht verletzt wurden. Die NNA meldete weitere tödliche Angriffe in den Orten Dschibschit und Tul sowie nahe Haruf. Dabei seien insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen. Das israelische Militär erklärte jedoch, ihm seien dort keine israelischen Angriffe bekannt. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz feuerte Panzerabwehrraketen auf israelische Soldaten im Südlibanon. In mehreren Gebieten im Norden Israels seien Warnsirenen ausgelöst worden, teilte das israelische Militär mit. Verletzte seien nicht gemeldet worden. Die Angriffe erfolgten einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, Israel und die Hisbollah hätten einer Deeskalation zugestimmt. Trump hatte nach einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erklärt, Israel werde keine Truppen nach Beirut entsenden. Die Kämpfe gingen jedoch auf ähnlichem Niveau weiter. Trotz einer im April vereinbarten Waffenruhe greifen sich beide Seiten weiterhin an.
Unicef: Steigende Kosten durch Nahost-Krise bedrohen Kinder-Versorgung
Steigende Transportkosten und unterbrochene Lieferketten infolge der Nahost-Krise bedrohen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef die Versorgung von Kindern mit lebensrettenden Hilfsgütern. Knapp 100 Tage nach Ausbruch des Iran-Krieges trieben die erhöhte Unsicherheit auf wichtigen Schifffahrtsrouten die Treibstoffpreise und Versicherungsprämien in die Höhe, erklärt Unicef. Zudem behinderten überlastete Ausweichhäfen die Lieferung von Hilfsgütern. Unicef sei wegen der Verzögerungen auf dem Seeweg zunehmend auf teurere Luftfracht angewiesen. Allein im ersten Quartal seien die jährlichen Zuwendungen von Logistikpartnern für Charterflüge fast aufgebraucht, um Hilfsgüter in den Libanon und in den Gazastreifen zu fliegen. Dort komme es zu Verzögerungen von vier bis sechs Wochen. Unicef schätzt, dass sich einige Lieferungen um bis zu sechs Monate verzögern. Die Umleitung von Schiffen um das Kap der Guten Hoffnung verlängere die Lieferzeiten um zwei bis vier Wochen. Die finanziellen Folgen seien erheblich. So sei das Transportbudget von Unicef in Mali im ersten Quartal um 36 Prozent gestiegen, was zu schmerzhaften Kompromissen zwinge. Es müsse abgewogen werden, ob weniger lebensrettende therapeutische Fertignahrung geliefert oder bei Programmen zur Wasserversorgung gespart werde.
Trump soll Netanjahu beschimpft haben
Bei einem Telefongespräch am Montag hat US-Präsident Donald Trump einem Medienbericht zufolge den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu mit Kraftausdrücken beschimpft. Das berichtete das US-Nachrichtenportal „Axios“. Aus Kreisen um Netanjahu hieß es dagegen, es habe keine persönlichen Angriffe gegeben, das Gespräch sei angespannt verlaufen, habe aber mit Einigungen geendet. Trump beschrieb das Telefonat später auf Truth Social als „produktiv“. Der Auslöser für Trumps Wutausbruch sollen laut den US-Medien Drohungen Israels gewesen sein, angesichts einer Eskalation im Konflikt Israels mit der Hisbollah-Miliz wieder Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. Der Iran hatte daraufhin mit einem Abbruch der Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges gedroht. „Du bist total verrückt“ (You're fucking crazy), habe Trump Netanjahu entgegengeschleudert, berichtete „Axios“ unter Berufung auf Insider. Der US-Präsident habe ihm auch Undankbarkeit vorgeworfen und gesagt, ohne ihn säße Netanjahu längst im Gefängnis. „Ich rette deinen Arsch“, sagte Trump demzufolge. „Alle hassen dich jetzt“ zitierte „Axios“ weiter aus Trumps Telefongespräch mit Netanjahu. „Alle hassen Israel wegen dieser Sache.“
Merz ruft zur Beruhigung der Lage im Libanon auf
Bundeskanzler Friedrich Merz ruft zur Beruhigung der Lage im Libanon auf. „Die Bundesregierung sieht die jüngste Eskalation der Gewalt im Süden des Landes mit großer Sorge“, sagte Merz nach einem Treffen mit Ungarns neuem Ministerpräsidenten Peter Magyar in Berlin. „Die Hisbollah muss sofort aufhören, die Menschen in Israel anzugreifen, und sie muss ihre Waffen niederlegen.“ Die Bundesregierung rufe auch Israel dringend dazu auf, die im April vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. „Wir ermutigen Israel und Libanon, den eingeschlagenen Weg direkter Gespräche jetzt fortzusetzen“, so Merz.
Palästinenser: Drei Tote durch israelischen Beschuss im Gazastreifen
Im Gazastreifen sind durch israelischen Beschuss nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Bei einem Luftangriff auf ein Fahrzeug östlich von Deir al-Balah im Zentrum des Küstenstreifens sei ein Mensch ums Leben gekommen und vier weitere seien verletzt worden, teilten Mediziner mit. Bei einem Angriff in der nahe gelegenen Ortschaft Sawaida sei ein Mensch umgekommen und ein Mensch verletzt worden. Zudem sei ein Mann im Nordwesten von Chan Junis im Süden des Gazastreifens durch Schüsse israelischer Soldaten getötet worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.
Agentur: Iran berät noch über Vorschlag für Abkommen mit den USA
Der Iran hat sich einem Medienbericht zufolge noch nicht zu dem Vorschlag für ein Abkommen mit den USA geäußert. Die Beratungen über den finalen Text dauerten in Teheran an, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf iranische Verhandlungskreise. Wegen einer aus iranischer Sicht mangelnden Vertragstreue der USA in der Vergangenheit und tiefen Misstrauens prüfe die Führung in Teheran den Vorschlag mit großer Vorsicht. „Basierend auf früheren Erfahrungen strebt der Iran nach greifbaren und echten Vorteilen“, hieß es in den Verhandlungskreisen.
Israel meldet Angriff aus dem Libanon
Das israelische Militär teilt mit, es habe im Norden des Landes zwei aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse abgefangen. Es habe keine Verletzten gegeben. Am Montag hatte der Libanon eine teilweise Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verkündet.
Netanjahu droht weiter mit Angriffen auf Hisbollah-Ziele
Israel hält an seiner harten Linie gegenüber der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet des von US-Präsident Donald Trump verkündeten Stopps gegenseitiger Angriffe fest. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Abend auf der Plattform X mit, er habe mit Trump gesprochen und ihm mitgeteilt, dass Israel Terrorziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen werde, sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstellen. „An dieser Haltung hält Israel unverändert fest“, schrieb Netanjahu weiter. Parallel dazu werde die israelische Armee ihre Operationen im Südlibanon wie geplant fortsetzen.
Libanon: Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte
Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah im Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. „Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet“, teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Die libanesischen Behörden hätten eine entsprechende Bestätigung erhalten. Nach Angaben Aouns informierte US-Präsident Donald Trump die libanesische Botschafterin in Washington, Nada Hamadeh Moawad, darüber, dass auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem Vorschlag zugestimmt habe. Die für Dienstag und Mittwoch geplanten Verhandlungen sollen nach Angaben des Präsidialamtes fortgesetzt werden, um die jüngsten Fortschritte zu erörtern und darauf aufzubauen.
Trump: Gespräche mit dem Iran gehen weiter
US-Präsident Donald Trump zufolge gehen die Verhandlungen mit dem Iran weiter. „Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran werden in zügigem Tempo fortgesetzt“, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Damit widerspricht er einem Bericht der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Diese meldete, die Regierung in Teheran setze die indirekten Verhandlungen mit den USA aus. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Anleger an der Wall Street reagieren positiv auf Trumps Aussage. Die beiden wichtigen US-Indizes S&P 500 und Nasdaq steigen in der Folge auf neue Höchststände und liegen 0,4, beziehungsweise 0,7 Prozent im Plus. Auch der zuvor um bis knapp acht Prozent gestiegene Ölpreis gibt wieder etwas nach.
Trump: Keine israelischen Truppen nach Beirut
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump keinen Militäreinsatz in Beirut unternehmen. „Es werden keine Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die auf dem Weg sind, sind bereits umgekehrt“, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Zuvor habe er ein sehr konstruktives Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt. Zudem habe er über hochrangige Vertreter mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz gesprochen, die einer Einstellung der Kämpfe zugestimmt habe. Kurz zuvor sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters, Israel warte vor einem Vorstoß in die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt auf die endgültige Zustimmung Trumps. Eine Stellungnahme der Regierung in Jerusalem liegt zunächst nicht vor.
Israel: Frankreich schließt Regierungsvertreter von Waffenmesse aus
Frankreich schließt nach israelischen Angaben Vertreter der Regierung in Jerusalem von der Waffenmesse Eurosatory in Paris aus. Ein Sprecher des israelischen Verteidigungsministeriums bezeichnet den Schritt als „schändliche Entscheidung“, die von politischem und kommerziellem Kalkül zeuge. Das französische Verteidigungsministerium erklärt, israelische Unternehmen dürften auf der Messe lediglich Ausrüstung zur Luft- und Raketenabwehr ausstellen. Ein Grund wird nicht genannt. Die Behörde geht nicht auf die Aussagen aus Israel zu Regierungsvertretern ein. Die Messe beginnt am 15. Juni.
Iranische Medien: Teheran beendet Kommunikation mit den USA
Einer Meldung der staatsnahen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge beenden die iranischen Verhandlungsführer die Kommunikation mit den USA. Der Grund sei die Offensive der israelischen Armee im Libanon. Der Iran behalte sich zudem vor, die Straße von Hormuz erneut komplett zu blockieren. Die Ölpreise stiegen nach der Meldung um mehr als sieben Prozent, der Dax und die US-Börsen fielen ins Minus. Tasnim zufolge soll es erst dann neue Gespräche geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. Dazu gehörten ein sofortiges Ende des israelischen Kampfeinsatzes im Libanon und der Rückzug aus den im Libanon besetzten Gebieten. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X: „Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.“ Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor angeordnet, die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen – nach israelischen Angaben, um dort gegen die radikal-islamische Hisbollah-Miliz vorzugehen. Die Hisbollah ist mit der iranischen Regierung verbündet. Damit steht eine neue Eskalation des Konflikts bevor. Nach israelischen Warnungen begannen zahlreiche Menschen, aus dem Süden Beiruts zu fliehen. Die USA bemühten sich, den Konflikt zu entschärfen. US-Außenminister Marco Rubio schlug einen Plan zur schrittweisen Deeskalation vor, über den er mit Israel und dem Libanon spreche. Der Vorschlag sieht vor, dass die Hisbollah ihre Angriffe einstellt und Israel im Gegenzug auf Luftschläge auf Beirut verzichtet.
Libanon: Schäden und Tote nach Angriff nahe einem Krankenhaus
Bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Strom auf der Intensivstation infolge des Angriffs ausgefallen sei. Eine Opferzahl wurde zunächst nicht genannt. Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zerstört. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.
Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht auf
Der Iran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender Irib zur Flucht auf, „um keinen Schaden zu nehmen“, falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für den Iran sei der israelische Krieg im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar. Er sprach eine Warnung für Israel und „seine westlichen Unterstützer“ aus.
Trump: Keine Iran-Stellungnahme zu möglicher Aussetzung von Verhandlung
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten keine Stellungnahme des Irans zu Berichten erhalten, wonach die Islamische Republik die Verhandlungen mit den USA über Vermittler ausgesetzt habe. „Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen – ich glaube, wir haben zu viel geredet“, sagt Trump dem Sender NBC News. „Ich denke, zu schweigen wäre sehr gut, und das könnte für eine lange Zeit so sein.“ Man werde nun aber nicht direkt beginnen, erneut Bomben über dem Iran abzuwerfen, sagte Trump weiter.
Behörde: Explosion auf Frachtschiff nahe Irak
Ein Frachtschiff ist im Persischen Golf südöstlich des irakischen Hafens Umm Kasr von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Wie die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitteilte, wurde das Schiff während der Durchfahrt durch den Golf von einem bislang nicht identifizierten Projektil getroffen. Dadurch kam es zu einer größeren Explosion an Bord. Hinweise auf Umweltschäden lägen bisher nicht vor. Die zuständigen Behörden hätten Ermittlungen zur Ursache und den Hintergründen des Vorfalls aufgenommen. Die irakischen Behörden äußerten sich zunächst nicht. Genauere Angaben zum Ursprung des Projektils lagen zunächst nicht vor.
Brantner kritisiert Israels Militärschläge im Libanon scharf
Grünen-Chefin Franziska Brantner kritisiert das militärische Vorgehen Israels im Libanon scharf. „Dort wird ein Land, ein ganzer Streifen unbewohnbar gemacht“, sagte sie in Berlin. Begriffe wie Pufferzone, Sicherheitszone und Evakuierung seien beschönigend. Es sei furchtbar, dass die Hisbollah-Miliz sich im Februar den Angriffen des Irans auf Israel angeschlossen habe, sagte Brantner. Das sei verheerend für die Menschen im Norden Israels, aber auch für die libanesische Bevölkerung gewesen, und es sei verständlich, dass Israel darauf reagiert habe. Das Vorgehen des israelischen Militärs gehe inzwischen aber weit darüber hinaus. Zivilisten und Zivilistinnen würden massiv beschossen, das werde nur zu mehr Verzweiflung und Radikalisierung führen.
Centcom: Iran hat US-Truppen in Kuwait angegriffen
Das US-Militär hat Angaben des Militär-Zentralkommandos (Centcom) zufolge zwei iranische ballistische Raketen abgefangen. Diese sollen auf US-Truppen in Kuwait gezielt haben. Dem Zentralkommando zufolge sei niemand verletzt worden.
Beirut hält an Gesprächen mit Israel fest
Der Libanon hält trotz einer weiteren Eskalation im Krieg zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah an Friedensgesprächen fest. Ein libanesischer Diplomat, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AP, Beirut wolle weiterhin Gespräche über eine Beendigung des Konflikts führen. Eine Fortsetzung der direkten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington war für Dienstag geplant. Ein US-Regierungsvertreter sagte am Sonntag, Außenminister Marco Rubio habe mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gesprochen. Rubio habe einen neuen Weg vorgeschlagen, um die Verhandlungen fortzusetzen. Nach dem Vorschlag würde die Hisbollah alle Angriffe auf Israel einstellen. Israel würde im Gegenzug darauf verzichten, seine Militäroperationen in der libanesischen Hauptstadt Beirut auszuweiten, sagte der US-Regierungsvertreter.
Israel nimmt Kreuzritterfestung Beaufort im Südlibanon ein
Israelische Truppen haben die historische Kreuzritterfestung Beaufort im Südlibanon eingenommen. Die Festung liegt strategisch günstig auf einem Hügel und war in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz von Kämpfen. Die Einnahme erfolgte im Zuge der israelischen Bodenoffensive gegen die Hisbollah.
Iran macht USA und Israel für stockende Verhandlungen verantwortlich
Der Iran macht tiefes Misstrauen, widersprüchliche Positionen der USA und die israelischen Angriffe im Libanon für die Verzögerungen bei den Friedensgesprächen verantwortlich. Die Verhandlungen hätten in einer Atmosphäre des großen Misstrauens begonnen, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Die US-Seite ändere ständig ihre Ansichten und stelle neue Forderungen. Zudem betrachte Teheran das Vorgehen Israels in der Region als untrennbar mit den USA verbunden.
Netanjahu ordnet Angriffe auf Hisbollah-Hochburg bei Beirut an
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist das Militär an, Ziele in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. Dies teilt Netanjahu in einer Erklärung mit. Bei dem Gebiet handelt es sich um die Hisbollah-Hochburg Dahija.



