Das erst kürzlich renovierte Wasserbecken am Lincoln-Denkmal in Washington, der sogenannte Reflecting Pool, wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump erneut repariert. Das Wasser sei abgelassen worden, um von „Vandalen“ zugefügte Schäden zu beheben, erklärte Trump auf seinem Onlinedienst Truth Social.
Hintergrund der erneuten Renovierung
Erst vor wenigen Wochen hatte Trump persönlich einen Neuanstrich des Beckens in einem auffälligen Blauton angeordnet, den er als „Amerikaflaggen-Blau“ bezeichnete. Dieser Anstrich sollte das Wasser in den Nationalfarben der USA erstrahlen lassen. Doch die Farbe hielt nicht lange: Wenige Tage später löste sich der Bodenbelag teilweise ab, und das Wasser verfärbte sich in ein sumpfiges Grün. Die Behörden vermuten Algenbefall als Ursache. Um die Algen zu bekämpfen, wurden Chemikalien ins Wasser eingeleitet, die laut Experten die Haftung des Bodenbelags beeinträchtigt haben könnten.
Trump macht Vandalismus verantwortlich
Trump hingegen macht für die Schäden „Vandalen“ verantwortlich. Ein ehemaliger US-Olympiateilnehmer, David Hearn, wurde im Juni festgenommen, weil er das Becken mutwillig beschädigt haben soll. Hearn bestreitet die Vorwürfe und gibt an, er habe sich die Schäden lediglich ansehen wollen. Die Ermittlungen dauern an.
Kosten und Vergabepraxis
Die Renovierung des Reflecting Pools, in dem sich das Washington Monument und das Lincoln Memorial spiegeln, kostete laut Presseberichten rund 14 Millionen Dollar (gut 12 Millionen Euro). Sie wurde kurz vor den 250-Jahr-Feiern der USA am 4. Juli abgeschlossen. Den Auftrag erhielt ein mit Trump befreundeter Unternehmer ohne öffentliche Ausschreibung. Dasselbe Unternehmen soll nun auch die Schäden ausbessern. Kritiker werfen Trump Vetternwirtschaft vor und fordern eine transparente Vergabe öffentlicher Aufträge.



