Trump kündigt Seeblockade iranischer Häfen und Übernahme der Straße von Hormus an
Trump: Seeblockade und Übernahme der Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump hat die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Gleichzeitig erklärte er, die USA würden die strategisch wichtige Straße von Hormus „übernehmen“ und für die militärische Absicherung bezahlt werden. „Wir werden der Wächter der Meerenge“, verkündete Trump im US-Fernsehsender Fox News. Die USA könnten sich dann „Schutzengel“ der Straße von Hormus nennen. „Wir werden dafür bezahlt werden, sie zu bewachen“, sagte Trump.

Maut von 20 Prozent auf alle Ladungen

Auf seiner Plattform Truth Social präzisierte Trump, dass die USA für alle notwendigen Kosten zur Gewährleistung der Sicherheit „in diesem sehr unruhigen Teil der Welt“ mit einem Satz von 20 Prozent auf alle verschifften Ladungen entschädigt werden wollten. Das sei eine Sache der „Gerechtigkeit“. Die Umsetzung solle unverzüglich beginnen. Bereits im Juni hatte Trump mit einer Art Maut für die Straße von Hormus gedroht, sollten die Verhandlungen mit dem Iran scheitern. Allen anderen Ländern solle ein „fairer und offener“ Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er weiter mit.

Iran droht mit Kriegserklärung

Ein Sprecher des iranischen Militärkommandos sagte in einer Videobotschaft, Teheran werde ein Eingreifen der USA in der strategisch wichtigen Meerenge „unter keinen Umständen zulassen“. Jede Zusammenarbeit der Golfstaaten mit Washington werde zudem als „Kriegshandlung“ betrachtet. Die Spannungen hatten sich zuvor wieder deutlich verschärft. In der Nacht beschossen die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben Dutzende Ziele im Iran. Die iranischen Revolutionsgarden griffen ihrerseits US-Militärziele in Jordanien, Kuwait, Bahrain und im Oman an.

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Rahmenabkommen ohne Fortschritte

Die USA und der Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem Friedensabkommen führen sollte. Rund die Hälfte der Zeit ist vorbei, ohne dass es eine Annäherung gegeben hätte. Eigentlich hatten die USA Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus gefordert und Teheran dafür eine Frist bis Samstag gestellt, wie mehrere US-Medien berichteten. Die iranische Führung solle öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal „Axios“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Daraus scheint nun nichts mehr zu werden.

Oman legt Vermittlungsvorschlag vor

Der Oman hatte einem Medienbericht zufolge einen Vorschlag zur gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus vorgelegt. Demnach soll der Schiffsverkehr auf der südlichen Route wie vor dem Krieg frei möglich sein, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine ungenannte Quelle. Der „Axios“-Reporter Barak Ravid bestätigte den Vorschlag am Wochenende auf X. Auf der nördlichen Route entlang der iranischen Küste wären laut CNN Genehmigungen Teherans nötig, allerdings ebenfalls keine Gebühren fällig. Vertreter des Irans und des Omans hatten zuvor in der omanischen Hauptstadt Maskat über eine Regelung des Schiffsverkehrs verhandelt. Auf omanischer Seite führte Außenminister Badr al-Busaidi die Gespräche, auf iranischer der Außenminister Abbas Araghtschi. Das omanische Außenministerium teilte mit, die Gespräche würden auf technischer und politischer Ebene weiterlaufen. Angaben zu dem Vorschlag machte der Oman nicht. Laut dem Reporter Ravid stand eine Zusage des Irans noch aus.

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll. US-Präsident Trump hatte eine Maut dabei mehrfach als inakzeptabel bezeichnet.

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