Die russischen Behörden erwägen einem Medienbericht zufolge den Import von Flugzeugtreibstoff. Das Nachrichtenportal RBC beruft sich auf zwei Insider. Demnach weist Vizeministerpräsident Alexander Nowak das Energie- und das Verkehrsministerium sowie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija an zu prüfen, ob die Betankungsanlagen Kerosin der Sorte JET A-1 aus dem In- und Ausland aufnehmen können.
Gouverneur der Krim ruft angesichts von Benzinknappheit zu Ruhe auf
Der von Russland eingesetzte Regierungschef der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, Sergej Axjonow, ruft die Bevölkerung angesichts von Benzinknappheit zu Geduld und Ruhe auf. Auf der Krim kommt es zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung, nachdem ukrainische Drohnenangriffe die Lieferungen aus den angrenzenden, von Russland kontrollierten Gebieten eingeschränkt haben. Russland hatte die ukrainische Halbinsel bereits im Jahr 2014 annektiert.
Russland: Haben Anlagen der ukrainischen Rüstungsindustrie getroffen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht zum Dienstag mehrere Einrichtungen der Rüstungsindustrie in der Ukraine beschossen und getroffen. Allein in Kiew seien zehn Rüstungsunternehmen getroffen worden, erklärt das Ministerium. Darunter seien Firmen, die Kampfdrohnen herstellten. Auch in anderen Gebieten der Ukraine seien Einrichtungen der Rüstungsindustrie beschossen worden.
Russland habe außerdem drei Rekrutierungszentren für die ukrainischen Streitkräfte in Kiew angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim im russisch kontrollierten Luhansk in der Ostukraine im vergangenen Monat gewesen, teilt das Ministeriums weiter mit. Dabei seien 21 Menschen getötet und 42 verletzt worden. Die Ukraine bestreitet, das Studentenwohnheim angegriffen zu haben, und erklärt, sie habe ein Drohnen-Kommandozentrum in der Gegend im Visier gehabt.
Merz drängt auf EU-Verhandlungen mit Ukraine
Kanzler Friedrich Merz hat beim Empfang des ungarischen Ministerpräsident Peter Magyar in Berlin gefordert, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine beginnen sollen. „Wir verstehen, dass Budapest zunächst bilaterale Fragen klären will, wie etwa die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine“, sagt Merz. „Das darf aber nicht zu Lasten der europäischen Unterstützung gehen und uns nicht von dem Ziel abbringen, die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine jetzt auch mit dem ersten Kapitel förmlich zu eröffnen“, fügt er hinzu.
Kreml: Ukraine-Krieg tritt in „neues Paradigma“ ein
Der Krieg in der Ukraine ist nach Darstellung des Kremls wegen ukrainischer Angriffe auf Zivilisten in eine neue Phase eingetreten. Der Konflikt habe „ein neues Paradigma“ erreicht, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er reagiert damit auf Fragen zu den schweren russischen Luftangriffen in der Nacht, bei denen nach jüngsten Angaben mindestens 18 Menschen getötet und 100 verletzt werden. Moskau stellt die Angriffe als Vergeltung für einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim im russisch kontrollierten Luhansk im vergangenen Monat dar, bei dem 21 Menschen starben. Die Ukraine weist den Vorwurf zurück, das Wohnheim gezielt angegriffen zu haben, und erklärt, das Ziel sei eine Drohnen-Kommandozentrale gewesen.
Ukraine: Totenzahl nach russischem Angriff auf Dnipro steigt auf elf
Nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine ist die Zahl der Toten in der südöstlichen Großstadt Dnipro auf elf gestiegen. Die Leichen eines achtjährigen Jungen und einer Frau seien aus den Trümmern eines zerstörten vierstöckigen Gebäudes geborgen worden, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Hanscha, mit. Unter den Todesopfern befinde sich auch ein dreijähriger Junge. Zudem seien in Dnipro bei dem nächtlichen Angriff 37 Menschen verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew wurden bei den russischen Luftangriffen den Behörden zufolge mindestens vier Menschen getötet.
Ukraine greift russische Ölraffinerie an - Russland trifft Energieanlage
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist in der südrussischen Region Krasnodar ein Feuer in der Ölraffinerie Ilsky ausgebrochen. Dies teilten die örtlichen Behörden am Dienstag mit. Der ukrainische Generalstab bestätigte den Angriff und erklärte, die Anlage produziere Treibstoff für die russische Armee. Ob der Betrieb der exportorientierten Raffinerie mit einer Kapazität von rund 138.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag beeinträchtigt wurde oder Menschen zu Schaden kamen, war zunächst unklar. Auch Angaben darüber, ob der Brand gelöscht werden konnte, lagen zunächst nicht vor.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Montag erklärt, die eigenen Streitkräfte hätten zwischen Januar und Mai 15 russische Ölraffinerien angegriffen. Dies habe zu Treibstoffengpässen auf der annektierten Halbinsel Krim und in anderen von Russland besetzten Gebieten geführt.
Die ukrainische Energieinfrastruktur geriet am Dienstag zudem erneut unter russischen Beschuss. Russland habe eine wichtige Anlage des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz in der nordöstlichen Region Charkiw in zwei Wellen mit Drohnen und Raketen angegriffen, teilte das Unternehmen mit. „Dies ist eine bewusste Terrortaktik“, erklärte Naftogaz-Chef Serhij Korezkyj. Die russischen Truppen versuchten so, nicht nur der Infrastruktur, sondern auch den Rettungs- und Reparaturkräften maximalen Schaden zuzufügen. Naftogaz prüfe und verschärfe nun seine Sicherheitsvorkehrungen.
Ukraine: Massiver russischer Angriff auf Kiew und die ganze Ukraine
Die Ukraine meldet einen massiven russischen Angriff auf Kiew. In der gesamten Ukraine heulen die Alarmsirenen. Zeugen und Behörden berichten von einer großen Rauchsäule über der ukrainischen Hauptstadt. Die Bewohner wurden aufgefordert, Schutz zu suchen. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko schreibt auf Telegram, in der Stadt seien mehrere Brände ausgebrochen. Ein neunstöckiges Wohnhaus im Stadtteil Podil stehe in Flammen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Montag vor einem möglichen massiven russischen Angriff gewarnt. Er bezog sich dabei auf Geheimdienstinformationen.
Ukrainischer Stabschef: Kriegsende vor dem Winter ist realistisch
Der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, hält nach eigenen Angaben ein Abkommen zur Beendigung des Krieges noch vor dem Winter für machbar. Es sei die Anweisung des Präsidenten, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, wenn irgendwie möglich noch vor dem Winter, sagt Budanow. „Meiner Meinung nach ist dies absolut richtig, rechtzeitig und realistisch.“ Er erwarte in Kürze den Besuch einer US-Delegation in Moskau und Kiew. Die von den USA vermittelten Friedensgespräche stocken, die Regierung in Washington konzentriert sich auf den Konflikt im Iran.
Selenskyj spricht von stabilen Fronten
Die Lage an den Fronten der Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj stabil. Einen entsprechenden Rapport habe er von Oberkommandeur Olexander Syrskyj bei einer Stabssitzung entgegengenommen, schrieb Selenskyj auf Facebook. „Die ukrainischen Positionen sind stark, und das ist ein Ergebnis, das unser Staat dringend benötigt“, betonte er. Dies werde auf jeden Fall die diplomatischen Bemühungen Kiews um eine friedliche Lösung unterstützen.
Auch der ukrainische Militärblog DeepState, der die Lage an den Fronten akribisch dokumentiert, sah eine weitgehend gefestigte Linie. Den russischen Truppen sei es im Mai lediglich gelungen, 14 Quadratkilometer ukrainisches Territorium zu besetzen – die niedrigste Zahl in den vergangenen drei Jahren. „Der Krieg tritt in eine neue Phase ein, und für den ukrainischen Staat ist es wichtig, die Initiative nicht aus der Hand zu geben“, schrieben die Analysten auf Telegram.
Lukoil-Raffinerie in Wolgograd setzt offenbar Betrieb nach Angriff aus
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff hat zwei Insidern zufolge die russische Lukoil-Raffinerie in Wolgograd die Ölverarbeitung ausgesetzt. Der Angriff vom 29. Mai habe Brände und Schäden verursacht, heißt es aus den Branchenkreisen. Unter anderem sei eine Rohöldestillationsanlage, die 40 Prozent der Kapazität ausmache, abgeschaltet worden. Lukoil äußert sich zunächst nicht dazu. Die Raffinerie im Süden Russlands steht mit 13,5 Millionen Tonnen verarbeitetem Öl im Jahr 2024 für etwa fünf Prozent der russischen Gesamtverarbeitung.
Russland erwägt offenbar zweimonatiges Exportverbot für Benzin
Russland will zur Deckung des heimischen Bedarfs die Kraftstofflieferungen aus Belarus erhöhen und die Kontrollen für Benzin- und Dieselexporte verschärfen. Zudem sei ein vollständiges, zweimonatiges Exportverbot für Benzin im Gespräch, berichtet das Nachrichtenportal RBC unter Berufung auf zwei Insider. Dies könnte auch einige zwischenstaatliche Abkommen betreffen. Die Ukraine hat den russischen Energiesektor ins Visier genommen und greift etwa Raffinerien im Landesinneren an.
Litauen für schnellen EU-Beitritt der Ukraine
Litauens Regierungschefin Inga Ruginiene macht sich dafür stark, die von Russland angegriffene Ukraine so schnell wie möglich als Vollmitglied in die EU aufzunehmen. „Die Ukraine muss bis 2030 vollwertiges EU-Mitglied werden. Dieser Prozess zieht sich schon viel zu lange hin. Deshalb müssen wir alles tun, um ihn zu beschleunigen“, sagte Ruginiene in Vilnius nach den zweiten litauisch-ukrainischen Regierungskonsultationen. Es sei sehr wichtig, dass alle sechs Verhandlungskapitel über den EU-Beitritt der Ukraine jetzt eröffnet würden.
Luftabwehr: Kiew erhält neues Iris-T-Startgerät aus Deutschland
Russland: Arbeiten an Lösung für Treibstoffknappheit auf der Krim
Russland macht eine Treibstoffknappheit auf der Krim infolge ukrainischer Angriffe zu schaffen. Die Behebung dieser Probleme habe hohe Priorität, teilt das Präsidialamt in Moskau mit. Man arbeite an einer Lösung. Zuvor hatten die Behörden auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel den Verkauf von Kraftstoffen offiziell eingeschränkt. Grund dafür ist ein Versorgungsengpass nach verstärkten ukrainischen Angriffen auf Logistikrouten und Energie-Anlagen. Russland hatte die Krim 2014 von der Ukraine annektiert.
Kreml: Festsetzung von Öltanker grenzt an Piraterie
Der Kreml hat die Festsetzung des Öltankers „Tagor“ durch Frankreich als illegal bezeichnet. Das Vorgehen grenze an Piraterie, erklärt das Präsidialamt in Moskau. Russland werde als Reaktion auf den Vorfall Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit von Seefracht zu gewährleisten, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Der Tanker ist französischen Angaben zufolge mit internationalen Sanktionen belegt.
Frankreich kontrolliert sanktionierten Öltanker „Tagor“ im Atlantik
Die französische Marine ist am Sonntag im Atlantik an Bord des Öltankers „Tagor“ gegangen. Das aus Russland kommende Schiff steht auf internationalen Sanktionslisten. Der Einsatz auf offener See erfolgte nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron unter Beteiligung mehrerer Partner, darunter Großbritannien – und unter „strikter Einhaltung des Seerechts“.
Macron schrieb auf X: „Es ist inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen und den Krieg finanzieren, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führt.“ Die Kontrollaktion richtet sich damit explizit gegen die sogenannte russische Schattenflotte, die westliche Ölsanktionen unterlaufen soll.
Viele Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine
In der Ukraine sind bei russischen Angriffen erneut rund ein Dutzend Menschen verletzt worden. In der grenznahen Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine habe es auch Einschläge in zwei Wohnblocks gegeben, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Dabei seien in Charkiw zwei Personen verletzt worden, eine weitere Frau habe es in der Kleinstadt Bohoduchiw getroffen, schrieb er auf Telegram.
Drei Verletzte gab es in der Nacht auch im südukrainischen Cherson. Das russische Militär beschoss die Stadt mit Artillerie. Nach Angaben der Stadtverwaltung schlug ein Geschoss gegen 1:30 Uhr Ortszeit in einem Wohnhaus ein. Vier weitere Personen wurden nach Behördenangaben in den Landkreisen der Region verletzt, allerdings blieb bei diesen Angaben offen, ob die Opfer in der Nacht oder im Verlaufe des Vortags getroffen wurden. Vier weitere Verletzte gab es in der Region Dnipropetrowsk. Eine 54-Jährige schwebe in Lebensgefahr, teilte der Gouverneur Olexander Hanscha am Morgen mit. Zum Zeitpunkt der Angriffe machte er keine Angaben.
Russland verhängt Exportverbot für Kerosin bis Ende November
Die russische Regierung verhängt ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November 2026. Ziel der Entscheidung sei es, die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten, teilt die Regierung mit.
EVP-Chef Weber: EU-Sonderstatus für Ukraine ist Riesengewinn
Der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, hat sich hinter den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz für einen EU-Sonderstatus der Ukraine gestellt. Dies sei ein kreativer und guter Vorstoß, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht vom Montag zufolge. Die Ukraine werde mit ihrer erfahrenen Armee und Verteidigungstechnik ein echter Sicherheitsgewinn für Europa sein. „Wir können unsere Ostflanke dauerhaft gemeinsam sichern“, erklärte Weber. Merz hatte zuvor eine vorübergehende Teilmitgliedschaft ins Spiel gebracht, um die Annäherung an die Europäische Union zu beschleunigen. Dem Kanzler schwebt vor, dass das Land ohne Stimmrecht an EU-Ratstreffen teilnimmt und einen Vertreter in die EU-Kommission entsendet. Zudem sollen bestehende Beistandsgarantien auf die Ukraine übertragen werden.
Rumäniens Staatschef: Drohne war zweifelsfrei russisch
Die Drohne, die in der rumänischen Stadt Galati nahe der ukrainischen Grenze ein Wohnhaus getroffen und zwei Menschen verletzt hat, ist „ohne Zweifel“ russischen Ursprungs. Das bekräftigte Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan in sozialen Medien. Davor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Zweifel an der Herkunft der Drohne geäußert und verlangt, dass Rumänien die Teile des Objekts nach Russland zur Prüfung schicke.
Rumänische Experten hätten das Objekt untersucht und mit mehreren russischen Drohnen verglichen, die während der vergangenen zwei Jahre auf rumänischem Territorium eingeschlagen hätten, schrieb Dan bei Facebook. Es handle sich in allen Fällen um Drohnen vom Typ „Geran 2“. Im jüngsten Fall habe man diesen Typ-Namen auch als Schriftzug in kyrillischen Buchstaben auf den Resten der Drohne gefunden. Alle seien aus demselben Material hergestellt worden und hätten mit demselben Treibstoff funktioniert. Demnach sei Russland „der einzige Verantwortliche“ für diesen Vorfall. Die Drohne war in der Nacht auf Freitag auf dem Dach eines zehnstöckigen Wohnhauses in Galati eingeschlagen, hatte dieses durchbrochen und in der direkt darunter liegenden Wohnung einen Brand ausgelöst.
Krim-Behörden rationieren Benzin
Die Behörden auf der von Russland seit 2014 annektierten Halbinsel Krim haben nach den ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölanlagen Begrenzungen für die Ausgabe von Benzin eingeführt. Benzin der Marke AI-95 – entspricht Super in Europa – werde vorrangig an öffentliche und soziale Verkehrsmittel abgegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter der Region, Sergej Aksjonow, auf Telegram mit. Normale Bürger könnten den Treibstoff nur mit Bezugsschein tanken – dann ohne Mengenbegrenzung. Für die Marke AI-92 (Normal) gelte wiederum eine Obergrenze von 20 Litern. „Das Tanken in Kanister ist verboten“, schrieb Aksjonow zudem. Damit soll offenbar Hamstern verhindert werden. Seinen Angaben nach gelten die Beschränkungen zunächst für einen Zeitraum von 30 Tagen. Im Internet kursieren derweil zahlreiche Videos von langen Schlangen vor den Tankstellen auf der Krim.
Seit Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine dient die Krim als Versorgungsbasis für die im Süden der Ukraine angreifenden russischen Truppen. Daher ist die Halbinsel vermehrt ins Visier ukrainischer Drohnen- und Raketenangriffe gerückt. Gerade Ölanlagen geraten zunehmend unter Beschuss. So brennt die Raffinerie in der Stadt Feodossija seit zwei Tagen. Kiews Ziel ist es, die Versorgung der Besatzungstruppen zu erschweren.
Ukraine meldet Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht die russische Ölraffinerie in Saratow im Süden des Landes angegriffen und dort einen Großbrand ausgelöst. Zudem sei die Öl-Pumpstation Lasarewo in der russischen Region Kirow getroffen worden, teilt das Militär auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit.
Selenskyj: Ukraine erhält weiteres Iris-T-Startgerät aus Deutschland
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj aus Deutschland eine weitere Abschussanlage für die Iris-T-Luftabwehr erhalten. Das System sei am Samstag eingetroffen, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zugleich fordert Selenskyj weiteren Nachschub an Munition. „Wir benötigen auch Raketen für die Luftabwehrsysteme, um über ausreichende Kapazitäten zur Abwehr russischer Angriffe zu verfügen“, erklärt er. Das Bundesverteidigungsministerium hatte Mitte April mitgeteilt, dass mit der Firma Diehl die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme vereinbart worden sei.
Russischer Krim-Gouverneur: Beschränkungen für Benzin-Verkauf
Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim kündigt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow Beschränkungen für den Verkauf von Benzin an. Einen Grund dafür nennt er nicht. Die Ukraine greift jedoch seit Monaten die Treibstoffinfrastruktur im Südwesten Russlands in der Nähe der Krim an.



