Ukraine versenkt russisches FSB-Schiff nahe Putin-Palast
Ukraine versenkt FSB-Schiff nahe Putin-Palast

Die ukrainische Marine hat nach eigenen Angaben das russische FSB-Patrouillenschiff „Izumrud“ mit einer Seedrohne vom Typ Sargan-3000 im Hafen von Gelendschik am Schwarzen Meer versenkt. Der Angriff ereignete sich bereits am Dienstag, wie die Marine auf Telegram mitteilte. Später veröffentlichte sie eine Satellitenaufnahme, die schwere Schäden an dem rund 62 Meter langen Schiff zeigt, das über einen Hubschrauberlandeplatz verfügt. Unter den Besatzungsmitgliedern soll es Tote und Verletzte gegeben haben. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Russland bestätigte den Verlust zunächst nicht.

Symbolische Bedeutung des Angriffs

Für Kiew hat der Schlag eine doppelte symbolische Bedeutung. Die „Izumrud“ war Berichten zufolge bereits 2018 in einen Vorfall in der Straße von Kertsch verwickelt, als Russland ukrainische Schiffe am Zugang zum Asowschen Meer unter Beschuss nahm. Die Zerstörung des Schiffs gilt nun als späte Vergeltung. Zudem liegt der Hafen von Gelendschik nur wenige Kilometer von dem Palast entfernt, der dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zugeschrieben wird. Das luxuriöse Anwesen war durch den inzwischen verstorbenen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny bekannt geworden, der in einem Video darüber berichtet hatte.

Schwächen der russischen Abwehr

Der Treffer weit hinter den ukrainischen Linien – Gelendschik liegt über 600 Kilometer von Odessa entfernt – offenbart erneut Schwächen in Russlands Abwehrfähigkeiten gegen ukrainische Seedrohnen. Die Ukraine setzt ihr Vorgehen gegen russische Frachtschiffe im Schwarzen Meer fort. Der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, berichtete auf Telegram von neuen Angriffen auf 20 Schiffe, darunter 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schleppschiff. Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu prüfen. In den vergangenen Tagen hatte die Ukraine Dutzende Angriffe im Asowschen Meer verübt. Russland kündigte an, seine Transportrouten angesichts der ukrainischen Angriffe auf alternative Schifffahrtsrouten ausweichen zu wollen.

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