Umfrage: 85 Prozent unzufrieden mit Kanzler Merz, 82 Prozent mit Regierung
Umfrage: 85 Prozent unzufrieden mit Kanzler Merz

Die Unzufriedenheit der Deutschen mit der Bundesregierung und ihren Spitzenpolitikern erreicht neue Höchststände. Laut dem aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa sind 85 Prozent der Bundesbürger mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unzufrieden. Nur 14 Prozent zeigen sich zufrieden – ein Wert, der bereits im Mai dieses Jahres als Tiefpunkt markiert wurde. Damit verharrt Merz auf dem schlechtesten je gemessenen Zustimmungswert.

Vizekanzler Klingbeil ebenfalls im Umfragetief

Nicht viel besser schneidet Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) ab. 74 Prozent der Befragten sind unzufrieden mit seiner Arbeit, lediglich 18 Prozent äußern sich zufrieden. Besonders bemerkenswert: Auch bei den Anhängern der eigenen Parteien fallen die Bewertungen negativ aus. Nur 48 Prozent der CDU/CSU-Anhänger sind mit Merz zufrieden, bei den SPD-Anhängern sind es sogar nur 36 Prozent, die Klingbeils Arbeit goutieren.

Gesamtregierung: 82 Prozent unzufrieden

Die gesamte Bundesregierung erhält ebenfalls schlechte Noten. 82 Prozent der Deutschen sind mit ihrer Arbeit unzufrieden, nur 18 Prozent zeigen sich zufrieden. Im Osten Deutschlands ist der Unmut mit 85 Prozent Unzufriedenheit noch größer als im Westen (81 Prozent). Auch innerhalb der Regierungskoalition ist die Stimmung kritisch: 54 Prozent der CDU/CSU-Anhänger und 72 Prozent der SPD-Anhänger sind mit der Regierungsarbeit unzufrieden. Bei den Oppositionsanhängern fällt das Urteil erwartungsgemäß noch negativer aus.

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Parteipräferenzen: AfD bleibt stärkste Kraft

Im RTL/ntv-Trendbarometer zeigen sich bei den Parteipräferenzen kaum Veränderungen zur Vorwoche. Die AfD bleibt mit 26 Prozent die stärkste Kraft, gefolgt von der Union mit 22 Prozent. Die Grünen legen um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent zu. SPD und Linke verharren jeweils bei 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) fällt unter die 3-Prozent-Marke und wird daher nicht mehr gesondert ausgewiesen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 26 Prozent deutlich über dem Wert der letzten Bundestagswahl (17,9 Prozent).

Politische Kompetenz: Mehrheit traut keiner Partei

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz, die Probleme des Landes am besten zu lösen, trauen 13 Prozent der Union, 11 Prozent der AfD (minus 1 Prozentpunkt), 7 Prozent den Grünen und jeweils 6 Prozent der SPD und der Linken diese Fähigkeit zu. 55 Prozent der Befragten geben an, keiner Partei politische Kompetenz zuzutrauen – ein alarmierender Wert für die etablierten Parteien.

Wirtschaftliche Erwartungen: Pessimismus dominiert

Die wirtschaftlichen Aussichten werden von der Bevölkerung überwiegend negativ bewertet. Nur 14 Prozent der Bundesbürger rechnen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, während 67 Prozent eine Verschlechterung erwarten. 17 Prozent gehen von keiner Veränderung aus. Diese pessimistische Grundstimmung spiegelt sich auch in den schlechten Zufriedenheitswerten für die Regierung wider.

Methodik der Umfrage

Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 7. und 13. Juli 2026 erhoben. Die Datenbasis umfasst 2503 Befragte, die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten. Für die Fragen zur Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung, des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers wurden 1009 Menschen zwischen dem 10. und 13. Juli befragt, mit einer Fehlertoleranz von plus/minus 3 Prozentpunkten.

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