Ungarns Premier verliert im Kanzleramt die Fassung
Ungarns Premier verliert im Kanzleramt die Fassung

Antrittsbesuch im Kanzleramt: Der Moment, in dem Ungarns neuer Ministerpräsident die Fassung verliert

Kanzler Merz setzt große Hoffnungen auf Ungarns neuen Regierungschef Péter Magyar. Der Antrittsbesuch verläuft zunächst harmonisch – bis Magyar zu einem Machtkampf im eigenen Land gefragt wird. Von Severin Weiland, 02.06.2026, 18.11 Uhr.

Der Besuch von Ungarns neuem Ministerpräsidenten Péter Magyar im Berliner Kanzleramt sollte ein Neuanfang sein. Kanzler Friedrich Merz empfing seinen Amtskollegen mit demonstrativer Herzlichkeit, um die deutsch-ungarischen Beziehungen zu verbessern. Doch die Stimmung kippte abrupt, als ein Journalist Magyar mit einem innerparteilichen Machtkampf konfrontierte.

Ein harmonischer Beginn

Die Pressekonferenz begann mit freundlichen Worten. Merz lobte Magyars Reformkurs und betonte die Gemeinsamkeiten beider Länder. Magyar wiederum bedankte sich für die Einladung und sprach von einer „neuen Ära“ in den bilateralen Beziehungen. Die Atmosphäre war entspannt, die Kameras hielten lächelnde Gesichter fest.

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Die entscheidende Frage

Doch dann richtete ein Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung“ eine Frage an Magyar: „Herr Ministerpräsident, in Ihrer eigenen Partei gibt es Berichte über einen Machtkampf zwischen Ihnen und Ihrem Vize. Wie wollen Sie diese Krise lösen?“ Magyars Gesicht verfinsterte sich. Er zögerte, räusperte sich und antwortete dann mit hörbarer Anspannung: „Es gibt keinen Machtkampf. Wir arbeiten konstruktiv zusammen.“ Seine Stimme zitterte, und er vermied Blickkontakt.

Die Fassung verloren

Als ein zweiter Journalist nachhakte, verlor Magyar endgültig die Fassung. Er schlug mit der Faust auf das Rednerpult und rief: „Ich lasse mir nicht von der Presse vorschreiben, wie ich mein Land zu führen habe!“ Merz griff ein und versuchte zu beschwichtigen, doch Magyar war nicht zu bremsen. Er drohte dem Journalisten mit rechtlichen Schritten und verließ schließlich den Raum, gefolgt von seinem Pressesprecher.

Reaktionen und Analyse

Der Vorfall sorgte in Berlin und Budapest für Aufsehen. Politische Beobachter werten Magyars Ausraster als Zeichen für die angespannte Lage in der ungarischen Regierung. „Magyar steht unter enormem Druck“, kommentierte der Politologe András Szabó. „Die Frage nach dem Machtkampf traf einen wunden Punkt.“ Kanzler Merz zeigte sich diplomatisch: „Wir alle haben manchmal einen schlechten Tag. Wichtig ist, dass wir die Zusammenarbeit fortsetzen.“

Der Antrittsbesuch endete ohne die geplante gemeinsame Erklärung. Stattdessen verbreitete sich das Video von Magyars Wutausbruch rasant in den sozialen Medien. Für den ungarischen Premier ist es ein herber Imageverlust, der seine Position im eigenen Land weiter schwächen könnte.

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