US-Militär tötet Chef der venezolanischen Drogenbande Tren de Aragua
Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump den Chef der venezolanischen kriminellen Organisation Tren de Aragua bei einem gezielten Angriff getötet. Der Einsatz erfolgte Anfang der Woche durch das US-Südkommando.
„Auf meine Anweisung hat das US-Südkommando einen raschen, tödlichen Angriff geführt, um Niño Guerrero, den berüchtigten Anführer von Tren de Aragua, eine der brutalsten Terrororganisationen der Welt, zu töten“, erklärte Trump am Freitagabend auf seiner Online-Plattform Truth Social. Die Aktion sei eng mit „unseren Freunden in Venezuela“ abgestimmt worden.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte im Onlinedienst X mit, der Einsatz habe Anfang der Woche stattgefunden. Guerrero sei dabei getötet worden; dies sei bestätigt. Das Weiße Haus, das US-Südkommando und das venezolanische Informationsministerium äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Hintergrund der Organisation Tren de Aragua
Das US-Außenministerium stuft Tren de Aragua als ausländische Terrororganisation ein. Die US-Regierung hatte Guerrero und andere Anführer der Bande in der Vergangenheit wiederholt mit Sanktionen belegt. Ihnen werden unter anderem Drogenschmuggel, Menschenhandel und Geldwäsche vorgeworfen.
Die Bande kontrolliert Migrationsrouten venezolanischer und anderer südamerikanischer Migranten, die ins vergleichsweise wohlhabende Chile oder in andere Länder Südamerikas und Europas fliehen. Lateinamerikanische Polizeibehörden bringen die Gruppe zudem in einem Gebiet von Panama bis Brasilien sowie entlang des Andenkorridors mit Erpressung, Entführungen, Auftragsmorden, Schmuggel und organisierten Diebstählen in Verbindung.
Guerrero war 2023 kurz vor einer Polizeirazzia gemeinsam mit anderen Bandenführern aus dem Tocorón-Gefängnis in Venezuela geflohen. Der jetzige Angriff stellt einen bedeutenden Schlag gegen die Organisation dar.



