Das US-Militär hat am Wochenende die dritte und vierte Angriffswelle innerhalb einer Woche gegen Ziele im Iran geflogen. Grund war der Beschuss eines Containerschiffs in der umkämpften Straße von Hormus durch Irans Revolutionswächter. Die iranische Seite verkündete daraufhin die Schließung der Meerenge, bis zum endgültigen Ende der US-Angriffe. US-Präsident Donald Trump widersprach umgehend, bleibt jedoch in einer strategischen Falle.
Drei Optionen – alle problematisch
Laut Analyse von Sven Prange hat Trump nur drei Möglichkeiten, den Konflikt zu gestalten. Option eins: ein Deal, der den Konflikt beendet. Allerdings wäre dieser schwer als Erfolg zu verkaufen, da der Iran bei den zentralen Punkten – der Straße von Hormus und dem Atomprogramm – nicht kompromissbereit ist.
Option zwei: eine Hängepartie, in der Trump den Konflikt ignoriert. Der Iran würde dann Amerikas regionale Verbündete und die internationale Schifffahrt in Scharmützel verwickeln, um die USA an den Konflikt zu erinnern.
Kriegsoption birgt hohes Risiko
Option drei: Trump nimmt den Krieg offiziell wieder voll auf. Doch ein Ende des Konflikts vor den Zwischenwahlen ist unwahrscheinlich. „Die Kongresswahl wäre für die Republikaner verloren“, so die Analyse. Die Geschichte wiederholt sich im Nahen Osten seit Jahrzehnten, doch Trump hat es geschafft, dass sie sich alle paar Monate wiederholt – mit immer weniger Optionen.



