TSV 1860 München: Klub kündigt Kooperation mit Investor Ismaik – Klage droht
1860 kündigt Ismaik-Kooperation – Klage droht

Der TSV 1860 München hat am Donnerstag nach 15 Jahren den Kooperationsvertrag mit Investor Hasan Ismaik gekündigt. Der jordanische Geschäftsmann, der in Abu Dhabi lebt, hatte zuvor unerwartet ein Darlehen gekündigt und die für die Drittliga-Zulassung benötigten 2,7 Millionen Euro nicht gezahlt. Dies führte zum Zwangsabstieg der Löwen in die 4. Liga.

Neuer Fanshop am Flughafen München

Ein neuer Fanshop wird am Flughafen München eröffnet – nicht vom Weltverein FC Bayern München, sondern vom mittlerweile in die 4. Liga abgestürzten TSV 1860 München. Der bayerische Staatsminister Hubert Aiwanger hat sein Kommen angekündigt. Jeder Cent der Fanartikel geht an 1860-Investor Hasan Ismaik, weil ihm die Merchandising-Firma zu 100 Prozent gehört.

Ismaik reagiert auf Kündigung

Auf die Kündigung reagierte Ismaik gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Wenn der Verein der Ansicht ist, dass die Kündigung des Kooperationsvertrags der richtige Weg für seine Zukunft ist, dann ist das seine Entscheidung. Wir unsererseits werden diesen Schritt sorgfältig und unter rechtlichen Gesichtspunkten prüfen und dabei alle unsere vertraglichen Rechte wahren.“

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Faktisch hält Ismaik weiterhin seine 60-Prozent-Anteile an der ausgegliederten Fußball-KGaA. Allerdings liegt das Spielrecht, das für die Beantragung einer Spielzulassung benötigt wird, durch den Zwangsabstieg wieder beim Mutterverein. Daher ist sein Investment von rund 80 Millionen Euro über die letzten 15 Jahre fast nichts mehr wert. Ein Verkauf der Anteile erscheint sinnlos, da das Herzstück – das Spielrecht – nicht mehr existiert.

Mögliche Klage und Rechtsstreit

Ismaik könnte nun mit einer einstweiligen Verfügung klagen oder mit frischem Geld die KGaA solvent halten. Ein Rechtsstreit würde sich lange ziehen und teuer werden. Bisher hat Ismaik jedoch stets an seinem Investment festgehalten und auf sportlichen Erfolg gehofft – vergebens. Bereits 2017 musste der Meister von 1966 den Gang in die Amateurklasse antreten, nachdem nach dem sportlichen Abstieg aus der 2. Liga rund 9 Millionen Euro fehlten.

1860 sucht erfahrenen Mann an der Spitze

Die Löwen-Verantwortlichen sind ins volle Risiko gegangen und müssen jetzt liefern. Umgehend wird eine neue Betriebsgesellschaft gegründet, die schnell zu Geld kommen muss. Dafür braucht es zeitnah einen erfahrenen Mann an der Spitze. Größte Hoffnung: Der zuletzt abgesprungene Hauptsponsor ‚Die Bayerische‘ könnte wieder einsteigen und auf die Brust der neuen Löwen gehen.

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