Bas pocht auf 500 Euro Entlastung: „Sonst brauchen wir keine Reform“
Bas: 500 Euro Entlastung nötig, sonst keine Reform

Berlin – In der Talkshow von Caren Miosga am Sonntagabend sorgte SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas für klare Worte. Sie widersprach ihrem Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil, der zuvor mehr Arbeit von den Deutschen gefordert hatte. Bas betonte: „Zu sagen, die Leute arbeiten alle noch zu wenig – die Fakten sind andere, und die Menschen empfinden das anders!“

Experte widerspricht Bas

Der „Tagesspiegel“-Journalist Daniel Friedrich Sturm reagierte verwirrt: „Aber Frau Bas, gesamtgesellschaftlich arbeiten die Deutschen doch zu wenig!“ Doch Bas blieb hart: „Das stimmt überhaupt nicht.“ Sturm verwies auf den Vergleich mit Nachbarländern, doch Bas lenkte ab: „Wir haben die höchste Erwerbsquote.“ Sturm konterte: „Ich spreche von der Wochenarbeitszeit.“

Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, korrigierte die Ministerin: „Es ist in der Tat so, dass das Arbeitsvolumen rückläufig ist. Wenn wir aus der Krise rauskommen wollen, müssen wir mehr arbeiten.“

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Klingbeil oder Bas? Wer hat recht?

Caren Miosga spielte Ausschnitte von Klingbeils Rede ein und fragte Bas: „Wer hat jetzt recht? Sie sagen, wir müssen gar nicht mehr arbeiten. Er sagt, wir werden mehr arbeiten müssen.“ Die Ministerin blieb gelassen: „Sie werden jetzt erstaunt sein, dass wir gar nicht auseinanderliegen. Wenn wir so weiterarbeiten wie bisher, haben wir zu wenige. Was er angesprochen hat, ist das, was auch ich immer sage. Wir haben in diesem Land wahnsinnig viel Potenzial, was wir nicht nutzen.“

Überraschende Ansage zur Steuerreform

Dann wurde Bas deutlich: Zur geplanten Steuerreform ihres Co-Parteichefs sagte sie, die Regierung habe versprochen, dass die Reform „wirklich mehr im Portemonnaie überlässt“. Ihre klare Erwartung: „Nach meiner Erwartung müsste sie schon mindestens um die 500 Euro im Jahr sein.“ Weniger wäre nicht glaubwürdig. Als Miosga nachfragte, ob sie sich traue zu sagen, dass es so komme, zog Bas eine rote Linie: „Ansonsten brauchen wir keine zu machen, ich sag‘ das jetzt mal so deutlich.“

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