Briten-Premier Burnham: Urlaub direkt nach Amtsantritt
Burnham: Urlaub direkt nach Amtsantritt

Der neue britische Premierminister Andy Burnham (56) hat nur zwei Wochen nach seinem Amtsantritt eine Auszeit angetreten. Die Downing Street bestätigte, dass der Labour-Politiker mit seiner Familie ins Ausland gereist ist. Brisant ist, dass die Regierung Ende Juli noch erklärt hatte, Burnham werde nach seinem Einzug in die Downing Street nicht in den Urlaub fahren. Nun kommt es anders, wie die Nachrichtenagentur ddp meldet.

Überraschende Kehrtwende nach Zusage

Offiziell heißt es aus der Downing Street, Burnham bleibe erreichbar, werde weiterarbeiten und könne bei Bedarf jederzeit nach Großbritannien zurückkehren. Die Regierung versucht, die Gemüter zu beruhigen: Der Premier erhalte regelmäßige Lageberichte und bleibe in wichtige Entscheidungen eingebunden. Wohin die Reise geht, wurde aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben – eine übliche Praxis bei amtierenden Regierungschefs.

Die Opposition nutzt die Situation für scharfe Angriffe. Die rechtspopulistische Partei „Reform UK“ kritisierte den Premier offen. Parteichef Lee Anderson (59) spottete laut der Zeitung „Daily Mail“: „Zwei Wochen im Amt und Andy Burnham hat offenbar schon genug.“ Anderson wirft Burnham vor, teure Ausgabenprogramme angekündigt zu haben und gleichzeitig in den Urlaub zu fliegen.

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Unmut auch in den eigenen Reihen

Auch innerhalb der Labour-Partei regt sich Widerstand. Ein Parteimitglied äußerte sich anonym gegenüber der „Daily Mail“: Burnham habe sich für den Start in der Downing Street offenbar einen leichteren Weg ausgesucht. Die Kritik kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da Burnham mit hohen Erwartungen angetreten war.

Während Burnham im Ausland weilt, übernimmt Louise Haigh (39) als ranghöchste Ministerin die Amtsgeschäfte in Westminster. Haigh ist keine Unbekannte: 2024 musste sie als Verkehrsministerin zurücktreten, nachdem bekannt geworden war, dass sie 2013 falsche Angaben über ein vermeintlich gestohlenes Mobiltelefon gemacht hatte. Ihre Ernennung zur Vertretung ist daher umstritten.

Vergleich mit Spanien

Burnham steht mit seiner Urlaubsentscheidung nicht allein da. Erst am Wochenende geriet Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez (54) in die Kritik, als er trotz der Migrationskrise in Ceuta zu einem Urlaub auf Lanzarote aufbrach. Die Situation zeigt, dass Regierungschefs in Europa zunehmend unter Druck geraten, wenn sie sich private Auszeiten nehmen.

Die genauen Reiseziele beider Politiker sind nicht bekannt. Sicherheitsexperten betonen, dass die Geheimhaltung notwendig sei, um Risiken zu minimieren. Dennoch bleibt die öffentliche Wahrnehmung kritisch, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und innenpolitischer Herausforderungen.

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