Ex-Chefdigitalisierer Hundt soll Dienstwagen nicht zurückgegeben haben
Ex-Digitalchef Hundt: Dienstwagen nicht zurückgegeben?

Berlin. Der ehemalige Chefdigitalisierer des Berliner Senats, Matthias Hundt (CDU), steht erneut in der Kritik. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, soll Hundt seinen Dienstwagen nach seiner Entlassung nicht wie vorgeschrieben zurückgegeben haben. Stattdessen mussten Mitarbeiter der Senatsverwaltung das Fahrzeug persönlich abholen und zurück nach Berlin bringen.

Vorwürfe gegen Ex-Digitalchef

Laut dem Bericht soll Hundt den Dienstwagen, einen Mercedes der Oberklasse, über mehrere Wochen hinweg privat genutzt haben, obwohl sein Arbeitsverhältnis bereits beendet war. Die Senatsverwaltung bestätigte auf Nachfrage, dass das Fahrzeug erst nach mehrfacher Aufforderung zurückgegeben wurde. Ein Sprecher der Senatskanzlei erklärte: „Wir können bestätigen, dass der Dienstwagen von Herrn Hundt nicht fristgerecht zurückgegeben wurde. Mitarbeiter haben das Fahrzeug schließlich abgeholt.“

Hundt bestreitet die Anschuldigungen

Matthias Hundt selbst weist die Vorwürfe entschieden zurück. Gegenüber dem „Tagesspiegel“ erklärte er, dass es sich um ein Missverständnis handle. Er habe den Wagen lediglich für einige Tage nach seinem Ausscheiden genutzt, um Umzugsformalitäten zu erledigen. „Es gab eine klare Absprache mit der Senatsverwaltung, dass ich den Wagen noch kurz behalten darf“, so Hundt. Er betonte, dass er keinerlei Vorteil daraus gezogen habe und bereit sei, etwaige Kosten zu übernehmen.

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Hintergrund: Entlassung im März

Hundt war im März dieses Jahres von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) entlassen worden. Als Grund wurden unterschiedliche Auffassungen über die Digitalisierungsstrategie des Landes Berlin genannt. Hundt hatte das Amt des Chief Digital Officers (CDO) seit 2022 inne und galt als treibende Kraft hinter der Digitalisierung der Berliner Verwaltung. Seine Entlassung sorgte damals für politische Diskussionen.

Der aktuelle Vorfall wirft nun erneut Fragen nach der Transparenz und dem Umgang mit öffentlichen Ressourcen auf. Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus fordert eine vollständige Aufklärung. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh sagte: „Es darf nicht sein, dass sich ehemalige Senatsmitarbeiter auf Kosten der Steuerzahler bereichern. Wir erwarten eine lückenlose Darstellung des Vorgangs.“

Die Senatsverwaltung prüft derzeit, ob rechtliche Schritte gegen Hundt eingeleitet werden. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht dem Ex-Digitalchef ein Verfahren wegen Untreue. Hundt kündigte an, sich rechtlich gegen die Anschuldigungen zur Wehr zu setzen. „Ich habe nichts Unrechtes getan und werde die Vorwürfe juristisch prüfen lassen“, so der CDU-Politiker.

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