Am Frankfurter Flughafen ist der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet. An Bord befanden sich nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul mehr als 250 Menschen, darunter besonders verwundbare Gruppen wie Schwangere, Kranke und Kinder.
Zehntausende deutsche Touristen waren infolge des US-israelischen Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet. Bereits seit Dienstag hatten einzelne Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Flüge angeboten. Weitere Evakuierungsflüge der Bundesregierung sind in den kommenden Tagen geplant.
Ein britischer Evakuierungsflug aus dem Oman konnte hingegen nicht wie geplant stattfinden. Laut dem Sender Sky News blieb die gecharterte Maschine am Mittwochabend in Maskat am Boden. Ein Passagier schilderte die Lage als „totales Chaos“: Der Check-in habe vier Stunden gedauert, anschließend hätten die Menschen im Bus zum Flugzeug warten müssen – ohne Konsularpersonal. Einige Passagiere, darunter viele Familien mit kleinen Kindern, hätten Panikattacken bekommen.
Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran laufen parallel kommerzielle und Regierungsflüge. Laut Premierminister Keir Starmer sind bereits mehr als 1000 Briten mit Linienmaschinen zurückgekehrt. Der gescheiterte Charterflug wurde auf Donnerstag verlegt.



