Die Bundesregierung wird nach Februar 2027 kein festes Gästehaus mehr für Staatsempfänge und Kabinettsklausuren unterhalten. Der Nutzungsvertrag mit der Messerschmitt-Stiftung für das Barockschloss Meseberg in Brandenburg läuft aus und wird nicht verlängert – aus finanziellen Gründen, wie eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Kostengründe als ausschlaggebend
Seit 2007 diente Schloss Meseberg im Landkreis Oberhavel als repräsentativer Ort für Empfänge hochrangiger Staatsgäste und für Klausurtagungen des Bundeskabinetts. Die Kosten für die Nutzung seien jedoch zu hoch, erklärte die Sprecherin. „Die Kosten für einmalige Anmietungen externer Veranstaltungsorte werden deutlich unter den Gesamtkosten liegen, die bisher jährlich für Schloss Meseberg angefallen sind.“ Eine künftige Unterstützung des Anwesens durch die Bundesregierung sei nicht vorgesehen.
Alternative Veranstaltungsorte
Künftig sollen hochrangige Veranstaltungsformate an verschiedenen, dem Anlass angemessenen Orten durchgeführt werden. Zudem ist geplant, den voraussichtlich 2028 fertiggestellten Veranstaltungsbereich im Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes zu nutzen. Damit geht eine Ära zu Ende, die 2007 mit der ersten Nutzung von Schloss Meseberg als Gästeschloss begann. Damals hatte die Bundesregierung den Vertrag mit der Stiftung geschlossen, um ein repräsentatives Domizil für Staatsbesuche und Kabinettstreffen zu haben.
Reaktionen und Ausblick
Bislang liegen keine Stellungnahmen der Messerschmitt-Stiftung oder der brandenburgischen Landesregierung vor. Es bleibt abzuwarten, wie das historische Ensemble künftig genutzt wird. Die Entscheidung der Bundesregierung ist Teil von Sparmaßnahmen, um die öffentlichen Ausgaben zu reduzieren. Für die Durchführung von Staatsempfängen und Kabinettsklausuren stehen künftig flexible Lösungen im Vordergrund.



