WM-Start in Mexiko: Polizei schützt Flughafen vor Lehrerprotesten
WM-Start: Polizei schützt Flughafen vor Lehrerprotesten

Massives Polizeiaufgebot am Flughafen von Mexiko-Stadt

Zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko haben die Sicherheitskräfte ihre Präsenz am internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt massiv verstärkt. Hunderte Polizisten mit Helmen, Schutzschilden und Schlagstöcken wurden am Mittwoch innerhalb und außerhalb des Terminals stationiert, wie örtliche Medien berichteten. Grund dafür sind mögliche Proteste radikaler Lehrergewerkschaften, die seit Wochen mit Straßenblockaden gegen ein Rentengesetz aus dem Jahr 2007 demonstrieren. Die Regierung bezeichnet die Forderung nach Abschaffung des Gesetzes als nicht umsetzbar.

Sprengstoff bei Demonstranten sichergestellt

Erst kürzlich wurde bei den Protestierenden Sprengstoff gefunden, was die Behörden in höchste Alarmbereitschaft versetzte. Der Flughafen Benito Juárez teilte auf der Plattform X mit, dass nur Passagiere mit Bordkarte und notwendige Begleitpersonen Zutritt hätten. Reisenden wurde empfohlen, frühzeitig anzureisen, da es in der Umgebung zu Demonstrationen kommen könne. Auch das Aztekenstadion, in dem am Donnerstag die WM mit einer Show und dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika beginnt, ist weiträumig von der Polizei abgesperrt.

Fanfest auf dem Zócalo unsicher

Die Lehrer haben ein Protestcamp auf dem Zócalo, dem historischen Zentrum der Hauptstadt, errichtet. Dort soll eigentlich ein Fanfestival mit bis zu 80.000 Besuchern stattfinden. Auch Präsidentin Claudia Sheinbaum wollte die Eröffnungsfeier dort verfolgen. Ob der Platz jedoch rechtzeitig für Fans geöffnet wird, ist ungewiss. Sollte der Zócalo nicht zur Verfügung stehen, gibt es laut Sheinbaum 18 alternative Veranstaltungsorte, an denen die Feier kostenlos verfolgt werden kann. Die Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Clara Brugada, kündigte an, später über das weitere Vorgehen zu informieren.

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Mexiko ist zum dritten Mal Gastgeber einer Fußball-Weltmeisterschaft, die diesmal gemeinsam mit den USA und Kanada ausgetragen wird. In Mexiko-Stadt finden fünf Spiele statt, in Monterrey und Guadalajara jeweils vier. Die Sicherheitsvorkehrungen sind ohnehin hoch, da das Land unter Gewalt von Drogenbanden leidet. Nun kommen die Lehrerproteste hinzu, die die Behörden vor zusätzliche Herausforderungen stellen.

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