SPD-Berater steckt hinter CDU-Wahlkampagne in Berlin
SPD-Berater hinter CDU-Kampagne in Berlin

Eine überraschende Wendung im Berliner Wahlkampf: Hinter der aggressiven CDU-Kampagne steckt ein Strategieexperte, der der SPD nahesteht. Der Berater, der namentlich nicht genannt wird, hat die Plakate und Social-Media-Aktionen mitentwickelt, die für Aufsehen sorgen. Die CDU setzt dabei auf provokante Slogans wie „Let’s fucking Go“ und bewirbt Spitzenkandidat Stefan Evers vor allem in sozialen Netzwerken.

Die Kampagne im Detail

Die Berliner CDU hat eine ungewöhnlich offensive Wahlkampfstrategie gewählt. Neben klassischen Plakaten gibt es eine Reihe von Videos und Posts auf Plattformen wie Instagram und TikTok, die vor allem jüngere Wähler ansprechen sollen. Der Slogan „Let’s fucking Go“ sorgte für Diskussionen, da er als zu vulgär kritisiert wurde. Die CDU verteidigt die Aktion als authentisch und zeitgemäß.

Laut Parteikreisen war der SPD-nahe Berater maßgeblich an der Konzeption beteiligt. Er habe die Idee geliefert, die CDU als dynamische und moderne Kraft darzustellen. Die SPD zeigt sich irritiert über die Zusammenarbeit, betont aber, dass der Berater nicht mehr für sie tätig sei.

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Reaktionen und Auswirkungen

Die Kampagne polarisiert. Während Unterstützer sie als frisch und mutig loben, sehen Kritiker einen Verfall politischer Kultur. „Das ist kein Wahlkampf, sondern eine Inszenierung auf Kosten des Niveaus“, sagte ein Politologe der Berliner Morgenpost. Die CDU hofft, mit der Aktion vor allem bei Erstwählern zu punkten.

Stefan Evers selbst äußerte sich positiv: „Wir müssen neue Wege gehen, um Menschen zu erreichen. Die Kampagne ist ehrlich und direkt – genau das, was die Leute wollen.“

Hintergrund: Der Berater

Der Strategieexperte arbeitete früher für die SPD und war an mehreren Bundestagswahlkämpfen beteiligt. Nach internen Differenzen wechselte er in die freie Beratung. Sein Name wird in der Branche gehandelt, aber nicht offiziell bestätigt. Die CDU bestreitet nicht, externe Berater zu beschäftigen, betont aber, dass die Kampagne von der Partei selbst verantwortet werde.

Der Fall wirft Fragen nach politischen Loyalitäten und der Grenze zwischen professioneller Beratung und parteipolitischer Identität auf. Die SPD prüft rechtliche Schritte gegen den Berater, falls dieser vertragliche Verpflichtungen verletzt haben sollte.

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