Potsdam. Oh, wie schön ist Brandenburg: Besucher erleben an diesem Wochenende Landwirtschaft hautnah – von Handwerk bis Tierpflege. Rund 135 Landwirtschaftsbetriebe, Hofläden, Imker und Fischereien in Brandenburg öffnen an diesem Wochenende ihre Türen für Ausflügler. Bei der Landpartie präsentieren die Gastgeber zwei Tage lang ihr Können und ihre Produkte. Das Veranstaltungsformat hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt – nicht nur für Städterinnen und Städter.
Zentrale Eröffnung in Peickwitz
Die zentrale Eröffnung ist für den Samstagvormittag auf dem Landwirtschaftsbetrieb Domin in Peickwitz (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) geplant. Dort wird auch Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) dabei sein. Die zwei Tage brächten „Menschen im ländlichen Raum zusammen, die sonst oft wenig Berührungspunkte haben“, sagte Mittelstädt vor der Landpartie. Dazu zählten etwa Produzenten und Verbraucher.
Frauen in der Landwirtschaft im Fokus
Ein thematischer Schwerpunkt sollen in diesem Jahr Frauen in Führungspositionen in der Landwirtschaft sein, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Es gehe darum, Frauen sichtbar zu machen und zu stärken. Bundesweit werden rund elf Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt, in Brandenburg liegt der Anteil bei etwa 20 Prozent. Etwa 36 Prozent der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft Brandenburgs sind weiblich.
Vielfältiges Programm für die ganze Familie
Für gewöhnlich bietet die Landpartie zahlreiche unterhaltsame Veranstaltungen. So finden Vorführungen zur Wurstproduktion, der Imkerei und am Holzkohlemeiler statt. Das Handwerk der Pferdephysiotherapie wird ebenso wie die Straußzucht gezeigt. Hofführungen gehören seit Jahren zum festen Bestandteil der Landpartie. Für Kinder ist auf vielen Höfen ein Programm vorbereitet worden.
Regionale Produkte entdecken
Die Landpartie soll bei der Bevölkerung mehr Interesse an regionalen Produkten wecken. Brandenburg ist nicht nur für Spargel und Gurken bekannt, sondern unter anderem auch für Sanddorn, Sonnenblumen und Süßlupinen – eine eiweißreiche Hülsenfrucht für die pflanzliche Ernährung.



