Hafenausbau in Mönkebude: Planung kann nach Haushaltsbeschluss starten
Die Gemeindevertretung Mönkebude hat ihren Haushalt noch einmal beschlossen, um die Planung des dringend benötigten Hafenausbaus zu ermöglichen. Dieses teure Projekt erfordert eine erneute finanzielle Anstrengung der Gemeinde, die bereits mit einer angespannten Haushaltslage zu kämpfen hat. Neben dem geplanten neuen Feuerwehrgerätehaus, das voraussichtlich rund zwei Millionen Euro kosten wird, muss die Gemeinde nun auch die Modernisierung der Hafeninfrastruktur angehen.
Planungskosten von 436.000 Euro im Haushalt verankert
Insbesondere, weil der bereits im Dezember beschlossene Haushalt in Absprache mit der Kommunalaufsicht zurückgezogen werden musste, war eine erneute Sitzung notwendig. „Wir können keine Fördermittel beantragen, wenn wir keine Planung für die Sicherung und Erweiterung der Hafeninfrastruktur haben. Also müssen wir hier Geld einplanen“, erklärte Harald Winter, der Vorsitzende des Finanzausschusses. Dabei geht es insgesamt um knapp 436.000 Euro, die ausschließlich für die Planung des Hafenausbaus in den Haushalt eingestellt werden müssen.
„Die Kosten sind so hoch angesetzt, weil das ganze Projekt beplant werden muss“, erläuterte Winter weiter. Eine abschnittsweise Planung sei nicht möglich. „Wir werden 2026 nicht anfangen zu bauen, sondern wir geben Geld für die Planung aus. Gebaut wird dann in wahrscheinlich sechs Bauabschnitten.“ Dabei sei auch der Weg zum Deich, also die Zuwegung zum Parkplatz, eingeplant.
Förderquote von 75 Prozent ermöglicht Projekt
Lisa Thiele aus der Kämmerei des Amtes bestätigte, dass die Maßnahme Hafen in den Haushalt aufgenommen wurde. „Da ist eine Ermächtigungsübertragung in Höhe von 158.200 Euro enthalten. Zusätzlich kommen noch einmal 277.600 Euro hinzu. Die Förderung beläuft sich auf 324.900 Euro“, so Lisa Thiele. Bürgermeister Andreas Schubert erläuterte, dass die Förderquote 75 Prozent betrage. Im Anschluss wurde der geänderte Haushalt einstimmig beschlossen.
Zudem wurde der Grundsatzbeschluss zur Sicherung und Erweiterung der Hafeninfrastruktur gefasst. „Wenn der Haushalt genehmigt wurde, können wir somit in die Ausschreibung der Planungsleistungen für den Hafen gehen“, verdeutlichte Andreas Schubert.
Feuerwehrgerätehaus verzögert Haushaltsgenehmigung
Aber wegen des geplanten Feuerwehrgerätehauses sei der Haushalt bislang nicht genehmigungsfähig, teilte Harald Winter mit. „Wir haben 1,2 Millionen Euro Fördermittel für die Feuerwehr beantragt. Die fehlenden 800.000 Euro haben wir eingestellt. Aber der Fördermittelbescheid für die 1,2 Millionen Euro ist bislang nicht ausgereicht“, machte Winter deutlich. Solange dieser fehle, werde die Kommunalaufsicht mit der Freigabe des Haushaltes warten.
Hafen als freiwillige Leistung stellt Herausforderung dar
„Das Problem ist, dass der Hafen eine freiwillige Leistung ist“, betonte der Bürgermeister. Solange dies der Fall sei, werde es mit dem Haushalt immer schwierig. Auch die umliegenden Orte, die einen Hafen haben, hätten Probleme mit der Finanzierung. „Selbst, wenn wir die Gebühren exorbitant erhöhen würden, wird das nicht reichen. Weil dann die Leute mit ihren Booten nicht mehr kommen“, machte Harald Winter klar.
Derzeit ist der Hafen von Mönkebude komplett zugefroren, was Eissegler und Schlittschuhläufer nutzen. Im Hafen von Mönkebude und dem daneben liegenden Fischereihafen finden etwa 100 Boote Platz. Die Modernisierung der Hafeninfrastruktur ist nun ein wichtiger Schritt für die Gemeinde, um diese Einrichtung langfristig zu erhalten und zu verbessern.



