Schwesig zum CSD-Angriff: "Zutiefst erschüttert" – Hass darf nicht siegen
Schwesig: "Zutiefst erschüttert" nach CSD-Angriff

Nach dem tödlichen Angriff auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ihre tiefe Betroffenheit ausgedrückt. Auf ihrem Instagram-Profil schrieb sie: „Ich bin zutiefst erschüttert. Mein Mitgefühl gilt der Familie der getöteten Frau und allen Verletzten.“ Die Tat, bei der ein Van in eine Menschenmenge raste, forderte ein Todesopfer und 29 Verletzte, darunter mehrere Schwerstverletzte. Schwesig forderte eine schnelle Aufklärung und die Bestrafung des Täters: „Wer das getan hat, muss gefasst werden und mit der vollen Härte unseres Rechtsstaats rechnen.“ Hass und Gewalt dürften niemals gewinnen, betonte die Regierungschefin.

Stellvertreterin spricht von Tag der Trauer

Die stellvertretende Ministerpräsidentin Simone Oldenburg (Linke), die auch Bildungsministerin des Landes ist, schloss sich den Worten an. Sie erklärte: „Heute ist ein Tag der Trauer und des Innehaltens. Er führt uns schmerzlich vor Augen, dass unser Kampf weitergehen muss.“ Der Angriff müsse lückenlos aufgeklärt und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Oldenburg bekräftigte ihr Engagement für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei und sicher leben könnten. Der CSD stehe für Toleranz und Vielfalt – genau diese Werte seien durch die Attacke attackiert worden.

Hintergrund: Terrorverdacht und Fahndung

Der Berliner CSD, eine der größten LGBTQ+-Demonstrationen Europas, war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Fahrzeug mutwillig in die Menschenmenge gesteuert wurde. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stufte die Tat als islamistischen Terroranschlag ein. Der Verdächtige, der der islamistischen Szene zugerechnet wird, befindet sich weiterhin auf der Flucht. Die Polizei fahndet intensiv nach ihm. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, doch die Sicherheitsbehörden gehen von einem extremistisch motivierten Anschlag aus.

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Reaktionen aus der Region und Solidarität

Die Erschütterung reicht weit über Berlin hinaus. In Mecklenburg-Vorpommern, dessen Regierungschefin Schwesig sich als SPD-Politikerin wiederholt für LGBT-Rechte starkgemacht hat, löste die Tat Bestürzung aus. Auch andere Landespolitiker äußerten sich entsetzt. In Schwerin, Rostock und anderen Städten wurden spontane Mahnwachen und Solidaritätskundgebungen organisiert. Der Angriff überschattete die CSD-Feierlichkeiten im ganzen Land. Die Hamburger Bürgermeisterin sprach von einem Schock, der auch den dortigen CSD präge. Die Veranstalter riefen dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen und weiter für Akzeptanz zu kämpfen.

Bundesweite Debatte über Sicherheit bei Großveranstaltungen

Der Anschlag wirft erneut die Frage nach dem Schutz öffentlicher Veranstaltungen auf. Innenpolitiker fordern schärfere Sicherheitsmaßnahmen, darunter mehr Polizeipräsenz und verstärkte Kontrollen. Schwesig mahnte jedoch, dass die Antwort auf Hass nicht mit noch mehr Hass erfolgen dürfe. „Wir dürfen uns nicht spalten lassen. Unsere Demokratie ist stärker als jeder Terror“, so die Ministerpräsidentin. Die Trauer um das Opfer und die Solidarität mit den Verletzten stehen heute im Vordergrund.

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