Milliardenschwere Bilanz: Experten beziffern Kosten des US-Krieges gegen Iran
Kosten des US-Krieges gegen Iran: Experten schätzen Milliarden

Milliardenschwere Bilanz: Experten beziffern Kosten des US-Krieges gegen Iran

Die ersten Tage des US-Militäreinsatzes gegen Iran haben bereits mehrere Milliarden Dollar verschlungen. Darin sind sich Experten einig, auch wenn die genauen Schätzungen weit auseinandergehen. Die Bandbreite der angenommenen Kosten ist groß und hängt maßgeblich davon ab, welche Faktoren in die Kalkulation einfließen.

Unterschiedliche Berechnungsgrundlagen führen zu großen Abweichungen

Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) mit Sitz in Washington geht von Kosten in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar in den ersten vier Tagen aus. Das Institut stützt sich dabei auf die wenigen Details, die das US-Verteidigungsministerium bisher offengelegt hat. Im Gegensatz dazu schreibt das Wall Street Journal von fast 11 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum. Die Zeitung beruft sich dabei auf Elaine McCusker, die in der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Pentagon für den Verteidigungsetat zuständig war.

Die höhere Schätzung des Wall Street Journal umfasst laut McCusker auch die Stationierung von mehr als zwölf Schiffen und 100 Flugzeugen im Nahen Osten seit Dezember. Das Pentagon habe wahrscheinlich Abfangraketen im Wert von rund 5,7 Milliarden US-Dollar zur Abwehr iranischer ballistischer Raketen und Drohnen eingesetzt. Weitere 3,4 Milliarden US-Dollar entfielen dem Bericht zufolge auf Bomben und andere Raketentypen. Diese Kostenschätzung beinhaltet weder Gehälter, Ausbildung noch den Einsatz nationaler Ressourcen in der Region.

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Zukünftige Kosten hängen von der Entwicklung des Konflikts ab

In einer Analyse vom Donnerstag weist das CSIS darauf hin, dass die Umstellung der US-Streitkräfte auf kostengünstigere Munition und der starke Rückgang iranischer Drohnen- und Raketenstarts die Kosten senken könnten. Die zukünftigen Kosten werden jedoch maßgeblich von der Intensität der Operationen und der Wirksamkeit iranischer Vergeltungsmaßnahmen abhängen, heißt es in der Studie. Sowohl Trump als auch Verteidigungsminister Pete Hegseth hätten am sechsten Tag der Angriffe angedeutet, dass der Konflikt noch Wochen andauern könnte.

Die Experten betonen, dass die bisherigen Schätzungen nur einen Teil der tatsächlichen Belastungen abbilden. Langfristige Auswirkungen auf die US-Wirtschaft, geopolitische Konsequenzen und humanitäre Kosten sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Die Diskussion über die Finanzierung des Militäreinsatzes wird voraussichtlich in den kommenden Wochen an Intensität gewinnen, insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Haushaltsdebatten im US-Kongress.

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