Nach Pokalpleite: Alba Berlin zwischen Frust und Stolz nach knapper Finalniederlage
Alba Berlin: Frust und Stolz nach Pokalpleite

Nach Pokalpleite: Alba Berlin zwischen Frust und Stolz nach knapper Finalniederlage

Der Frust bei Alba Berlin nach dem verlorenen Pokalfinale war immens groß. Die denkbar knappe 72:74-Pleite beim Top Four in München gegen die Bamberg Baskets hinterließ bei den Berlinern ein Gefühl der verpassten Chance. „Die Enttäuschung ist sehr groß, denn wir haben uns viel vorgenommen. Dieses Mal hat es nicht gereicht“, sagte Kapitän Jonas Mattisseck nach dem enttäuschenden Ausgang des Finalspiels.

Der Pokalsieg war zum Greifen nah

Fast die gesamte Partie lag der Rekordpokalsieger in Führung und schien auf dem besten Weg zum zwölften Pokaltriumph zu sein. Doch im entscheidenden Schlussviertel verlor das Team die Kontrolle über das Spielgeschehen. „Das macht es umso schmerzhafter. Der Titel wäre die Kirsche auf dem Kuchen gewesen“, analysierte Sportdirektor Himar Ojeda die bittere Niederlage.

Stolz auf den Finaleinzug trotz schwieriger Umstände

Neben der deutlichen Enttäuschung herrschte im jungen und unerfahrenen Team jedoch auch eine beträchtliche Portion Stolz. „Ich glaube, wir können sehr stolz sein, wie wir dieses Wochenende gespielt haben. Und stolz sein, dass wir ins Finale gekommen sind“, betonte Mattisseck. Für Sportdirektor Ojeda war dieser Erfolg keineswegs selbstverständlich, besonders angesichts des Umbruchs im Sommer und der Budgetreduzierung.

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„Das haben wir nur mit viel Arbeit und Glauben geschafft. Und darauf können wir stolz sein“, erklärte der Spanier, der besonders die jungen deutschen Akteure wie Mattisseck, Jack Kayil und Malte Delow hervorhob. „Sie haben das Team angeführt“.

Verletztenmisere überschattete die Vorbereitung

Die Vorbereitung auf das Pokalwochenende wurde von einer ernsthaften Verletztenmisere überschattet. „Wir waren in den letzten zwei Wochen fast nur im Überlebensmodus. Wir haben Spieler verloren und konnten kaum trainieren. Hatten aber trotzdem Spiele“, schilderte Ojeda die schwierige Situation. Besonders kritisch war der Ausfall der Point Guards, was zu einer erhöhten Zahl von Ballverlusten führte.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Im Halbfinale gegen Oldenburg verzeichnete Alba 23 Ballverluste, im Finale gegen Bamberg waren es 21. Zwar kehrten mit Kayil und Bennet Hundt zwei Spielmacher zum Pokalwochenende zurück – allerdings ohne vorheriges Training. Die nun folgende Länderspielpause bis zum nächsten Pflichtspiel am 6. März kommt den Berlinern daher vermutlich gelegen, um sich von den Strapazen zu erholen und neue Kraft zu schöpfen.

Das junge Team muss die Finalpleite nun mental verarbeiten, wie Ojeda betonte. Doch der Stolz auf das Erreichte und die gezeigte Leistung könnte dabei helfen, schneller über die Enttäuschung hinwegzukommen als zunächst angenommen.

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