Basketball-Sensation: Bamberg schlägt Alba Berlin und holt den Pokal 2026
Das ist nichts weniger als eine Sensation im deutschen Basketball-Pokal! Beim BMW Top Four, dem Final-Turnier um den BBL-Pokal, im Münchner SAP Garden holt keins der Basketball-Schwergewichte FC Bayern oder Alba Berlin den Titel. Der Pott geht tatsächlich an die BMA365 Bamberg Baskets, die nach dem Überraschungssieg im Halbfinale gegen die Bayern am Samstag 24 Stunden später auch Alba Berlin schlagen. Die Franken feiern einen 74:72-Sieg, lassen ihre Fans in der Halle komplett ausrasten.
Bamberg holt sich sensationell den ersten Titel der Saison!
Früher waren die Franken selbst Basketball-Schwergewichte, holten als Brose Baskets Bamberg zwischen 2005 und 2019 neun Meisterschaften und fünf Pokalsiege. Doch mittlerweile haben die BMA365 Baskets den kleinsten Etat der Easycredit BBL mit gerade mal 1,46 Millionen Euro, die für ihre Mannschaft zu Verfügung stehen. Trotzdem: Bamberg gegen Alba ist der deutsche Basketball-Clasico!
Im Finale scheint Alba eigentlich über weite Strecken die bessere Mannschaft zu sein, fast jede Statistik geht an den Liga-Zweiten. Dyn-Experte und Rekord-Nationalspieler Patrick Femerling sagt nach dem Spiel: „Am Ende gewinnt Bamberg, aber keiner weiß wie. Sie spielen ein unglaubliches emotionales Spiel, sie mobilisieren Kräfte, tun viele richtige Dinge. Du verlierst das Rebound-Duell so unfassbar deutlich, ihre Wurfquoten sind nicht gut, trotzdem schafft es diese Mannschaft immer wieder, so zurückzukommen. Das ist einfach eine Charakterfrage, und natürlich haben sie sich verdient, hier Pokalsieger zu sein.“
Basketball: BMA365 Bamberg Baskets holen Pokal gegen Alba Berlin
Die Berliner hatten im Halbfinale Oldenburg mit 98:78 souverän ausgeschaltet, Bamberg wurde beim 103:97 in der Overtime zum Bayern-Killer. Für Bambergs Coach Anton Gavel ist es der dritte Finalversuch in Folge: 2025 verlor er mit Bamberg gegen den MBC, ein Jahr zuvor mit Ulm gegen die Bayern. Doch 2023 hatte er die Meister-Sensation mit Ulm geschafft. Für sein Gegenüber Pedro Calles wäre es der erste Titel in Deutschland.
Das Spiel ist zäh. Nervös. Irgendwie fehlt der Rhythmus. Das Halbfinale der Bamberger gegen Bayern war Klassen besser. Das Finale lebt von der Spannung. Weil Bamberg aber weiter von der Linie strauchelt und Alba sich im dritten Viertel jeden (!) Offensiv-Rebound holt, gehen die Berliner mit 58:52 ins letzte Viertel. „Irgendwas muss im Bamberger Spiel passieren, damit der Ruck da durch geht. Sonst wird Berlin das gewinnen“, orakelt Kommentator-Legende Michael Körner (57). Plötzlich kommt Bamberg auf, führt 66:62, doch es geht hin und her: Beim 69:66 sieht plötzlich Alba wieder wie der Sieger aus. Aber Bamberg ist nicht kleinzukriegen, geht 7,3 Sekunden vor Schluss durch Demonia wieder 74:72 in Führung! Den letzten Wurf bringt Albas Megatalent Jack Kayil nicht unter – BAMBERG IST POKALSIEGER 2026!



