Bayern-Basketballer erleben erneutes Pokal-Debakel: Frust nach Halbfinal-Aus gegen Bamberg
Bayern-Basketballer: Erneutes Pokal-Aus sorgt für Frust

Erneutes Pokal-Debakel: Bayern-Basketballer scheitern im Halbfinale

Das erste große Saisonziel ist bereits verfehlt. Die Bayern-Basketballer haben erneut im Pokal-Halbfinale gestrauchelt und müssen sich mit einer bitteren Niederlage abfinden. Nach dem dramatischen 103:97 nach Verlängerung gegen die BMA 365 Bamberg Baskets im SAP Garden in München sitzt der Frust bei den Münchnern tief.

Stimmung im Keller nach schmerzhafter Niederlage

Die Enttäuschung war den Spielern und Verantwortlichen deutlich anzumerken. Welt- und Europameister Andreas Obst verließ ebenso wortlos die Halle wie Kapitän Vladimir Lucic oder Center Johannes Voigtmann. Lediglich Trainer-Veteran Svetislav Pesic und Neuzugang Neno Dimitrijevic standen für kurze Interviews zur Verfügung.

Pesic, der erst kürzlich nach München zurückgekehrt ist, zeigte sich zunächst gereizt. Als der Medienchef des Clubs erwähnte, dass die Bayern verloren hätten, konterte der 76-jährige Serbe erregt: „Haben wir verloren oder hat Bamberg gewonnen?“ Doch dann fand sich die Trainer-Legende schnell wieder und zollte dem Gegner Respekt.

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Bambergs Überraschungssieg in der Verlängerung

„In meiner gesamten Karriere habe ich es noch nicht erlebt, dass eine Mannschaft 20 Punkte in der Verlängerung erzielt“, gestand Pesic anerkennend. Besonders lobte er Bambergs Trainer Anton Gavel, der einst unter ihm als Profi aktiv war: „Wenn man sieht, wie sie spielen, dann erkennt man deutlich, dass er unter mir gespielt hat.“ Diese Bemerkung sorgte für einige Lacher, doch den Bayern war insgesamt nicht zum Lachen zumute.

Wiederholung des Vorjahres-Dramas

Bereits im vergangenen Jahr waren die Münchner überraschend im Halbfinale gegen den Syntainics MBC aus Weißenfels gescheitert. Diesmal hatten die Verantwortlichen den Pokalgewinn als klares Saisonziel formuliert und alles dafür getan, dass die Endrunde in München stattfindet – ursprünglich war die Veranstaltung bereits nach Düsseldorf vergeben worden.

Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte vor der Partie im Streamingdienst Dyn deutlich gemacht: „Ich mache keinen Hehl daraus, dass das im vergangenen Jahr eine Riesenenttäuschung für uns war.“ Diese sollte an diesem Wochenende „repariert“ werden, doch aus der geplanten Reparatur wurde nichts.

Meisterschaft als letzte realistische Titelchance

Jetzt bleibt den Bayern nur noch die deutsche Meisterschaft als realistische Möglichkeit, einen Titel zu gewinnen. In der Euroleague hat Pesic die Mannschaft zwar wieder auf Kurs gebracht, doch ein Einzug in die Play-Ins scheint bei aktuell vier Siegen Rückstand auf Platz zehn mit noch zehn ausstehenden Partien kaum mehr realistisch.

Neno Dimitrijevic fasste die Lage treffend zusammen: „Es ist eine harte Niederlage für uns.“ Nach der Länderspielpause soll nun aller Fokus auf die Meisterschaft gerichtet werden, wo die Bayern aktuell mit nur zwei Niederlagen souverän an der Spitze stehen.

Budget-Unterschiede zeigen: Geld ist nicht alles

Angesichts des riesigen Etats von 18,03 Millionen Euro wäre eine Saison ganz ohne Titel eine deutliche Blamage für den Rekordmeister. Doch die schmerzhafte Niederlage gegen Bamberg zeigte einmal mehr, dass Geld nicht alles ist: Die Franken verfügen mit 1,46 Millionen Euro über das kleinste Spieler-Budget der gesamten Liga und bewiesen mit ihrem Sieg, dass Teamgeist und Taktik manchmal mehr zählen als finanzielle Mittel.

Die Bayern-Basketballer müssen nun aus dieser Enttäuschung lernen und alle Energie auf die verbleibende Meisterschaftssaison konzentrieren, um am Ende der Spielzeit nicht mit leeren Händen dazustehen.

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