CSD Berlin 2026: Hunderttausende erwartet – Route, Programm, Sperrungen
CSD Berlin 2026: Route, Programm, Sperrungen – alle Infos

Der Christopher Street Day (CSD) in Berlin findet am Samstag, dem 25. Juli 2026, statt. Der Veranstalter, der Verein Berliner CSD, rechnet mit rund 500.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Parade umfasst 83 Wagen und 55 Fußgruppen. Autofahrer sollten die Berliner Innenstadt meiden, da entlang der Strecke umfangreiche Sperrungen geplant sind. Auch S-Bahnhöfe können kurzfristig gesperrt werden.

Motto und Neuerungen 2026

Das diesjährige Motto lautet „Haltung ist hot“ und nimmt Bezug auf die Berlin-Wahl 2026. „Wir stehen auch in Berlin vor einer wichtigen Wahl. Deshalb rufen wir alle Berliner*innen dazu auf, Parteien zu wählen, welche die Würde des Menschen als unantastbar achten und die Regenbogenhauptstadt erhalten und weiterentwickeln wollen“, teilte CSD-Vorstandsmitglied Julia Miosga mit. Eine wichtige Neuerung: Bereits am Vorabend, Freitag, 24. Juli, findet am Brandenburger Tor eine große Veranstaltung statt. Der „Drag March“ startet um 17 Uhr am Platz der Republik (U-Bahnhof Bundestag) und führt über die Scheidemannstraße, Yitzhak-Rabin-Straße und Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor. Auf der Bühne werden unter anderem Stargast Ikkimel, Wilhelmine, M¥SS KETA, Marcella Rockefeller, Baran Kok und Maximalismus erwartet.

Route der CSD-Parade 2026

Die Route entspricht der des Vorjahres. Nach einer Eröffnungszeremonie um 11:30 Uhr setzt sich der Zug gegen 12 Uhr in Bewegung. Die ersten Wagen erreichen den Zielpunkt gegen 15:30 Uhr. Die Abschlusskundgebung findet am Abend vor dem Brandenburger Tor statt. Die Strecke im Detail: Start an der Leipziger Straße Ecke Spittelmarkt, dann über Leipziger Straße, Potsdamer Platz, Potsdamer Straße, Bülowstraße, Nollendorfplatz, Kleiststraße, An der Urania, Schillstraße, Lützowplatz, Klingelhöferstraße, Hofjägerallee, Großer Stern bis zur Siegessäule/Straße des 17. Juni.

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Bühnenprogramm und offizielle CSD-Partys

Das Bühnenprogramm auf der Abschlusskundgebung umfasst unter anderem Sarah Connor, LUNA, Mariybu, Ebow, Selen, wavvyboi, CARLIZ, sá Zsá, Søren Tropegaard Lund, Louk Jones, Theater des Westens, Karaoke Jesus, DUCTTAPE und FLOSS. Nach der Parade wird in vielen Clubs weitergefeiert. Zu den offiziellen CSD-Partys zählen: „House of Pride“ in den Aquahöfen in Kreuzberg (Ritter Butzke, Kreuzwerk, Modus Berlin) ab 21 Uhr, Tickets ab 30 Euro; Flinta-Party „Love Always Wins“ im Frannz-Club in der Kulturbrauerei, ab 21 Uhr, Tickets ab 17 Euro; sowie Flinta-Party „Love is Love“ im Maaya auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain, ab 21 Uhr, Tickets ab 26 Euro.

Verkehrssperrungen und Behinderungen

Entlang der Strecke kommt es vor allem zwischen 12 und 19 Uhr zu umfangreichen Sperrungen. Empfohlen wird, auf S- und U-Bahn auszuweichen, da viele Buslinien umgeleitet oder unterbrochen werden. Die Sperrzeiten im Überblick: Leipziger Straße (Antreteplatz) ab 8 Uhr; Leipziger Straße, Potsdamer Straße und Potsdamer Platz ab 11 Uhr; Bülow- und Kleiststraße ab 12 Uhr; U Nollendorfplatz ab 15 Uhr; Großer Stern ab 14 Uhr; S+U Brandenburger Tor ab 15:30 Uhr (mögliche Sperrung am 24.07. nach Lage).

Hintergrund: Christopher Street Day

Der Name Christopher Street Day geht auf den Aufstand im Jahr 1969 in der Christopher Street in New York zurück, als Polizisten die Bar „Stonewall Inn“ stürmten und tagelange Proteste von Schwulen, Lesben und Transsexuellen auslösten. Der CSD wird auch als „Pride-Day“ bezeichnet, was auf den Stolz auf Anderssein und Vielfalt anspielt. 1979 fanden in Berlin, Köln und Bremen die ersten deutschen CSDs statt.

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