Hertha-Coach Leitl kritisiert Bürgermeister Wegner: Olympia statt Pokalspiel
Hertha-Coach kritisiert Wegner: Olympia statt Pokalspiel

Hertha-Coach Leitl attackiert Berlins Bürgermeister Wegner

Der Trainer von Hertha BSC, Stefan Leitl, hat scharfe Worte für den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), gefunden. Der Grund: Wegner verpasste das wichtige DFB-Pokalspiel seines Vereins gegen den SC Freiburg, um stattdessen die Olympischen Winterspiele in Mailand zu besuchen.

„Sein Support wäre heute wichtig gewesen“

Vor dem Anpfiff der Partie äußerte sich Leitl deutlich gegenüber Sky: „Sein Support wäre heute auch wichtig gewesen. Da kritisiere ich ihn schon“. Der Trainer hofft nun, dass Wegner zum nächsten Spiel gegen Hannover erscheint. Die Hertha-Profis haben es in ihrer Vereinsgeschichte noch nie ins Pokalfinale geschafft, was die Enttäuschung über die Abwesenheit des Bürgermeisters zusätzlich schürte.

Wegners Olympia-Mission in Mailand

Wegner begründete seine Reise nach Italien mit der Olympia-Bewerbung Berlins. „Bei dieser Reise geht es darum, ein klares Signal an die olympische Familie zu senden: Berlin ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele“, erklärte der Bürgermeister. Er wolle die Begeisterung, die er in Italien erlebt habe, auch in die deutsche Hauptstadt tragen. Während seines Aufenthalts sah er unter anderem den Sieg der deutschen Eishockey-Frauen.

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Leitls klare Ansage an den Bürgermeister

Die Kritik von Trainer Leitl fiel besonders deutlich aus, nachdem Wegner in der „Bild“-Zeitung von seinem Kindheitstraum gesprochen hatte, Hertha im Pokalfinale zu erleben. Darauf entgegnete Leitl trocken: „Dann soll der aber auch nicht in Italien Sport gucken, sondern hier in Berlin im Stadion sein“. Diese Aussage unterstreicht die Spannung zwischen sportlichen Prioritäten und politischen Ambitionen.

Berlins Olympia-Bewerbung im Fokus

Berlin bewirbt sich aktiv um die Ausrichtung Olympischer Sommerspiele. Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 26. September getroffen werden. Noch ist unklar, ob sich der DOSB für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben wird. Wegners Besuch in Mailand dient somit der Vorbereitung dieser ambitionierten Pläne.

Die Kontroverse zeigt, wie sportliche und politische Interessen in der Hauptstadt aufeinandertreffen. Während Hertha BSC um den Einzug ins Pokalfinale kämpft, setzt die Berliner Stadtspitze auf langfristige Olympia-Träume – eine Kluft, die Trainer Leitl nun öffentlich anprangert.

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