Tottenhams verlockendes Angebot für RB Leipzigs Torhüter
Die Torhüter-Frage bei RB Leipzig ist endgültig geklärt. Der Verein hat die Verträge seiner drei Torwarte Péter Gulácsi, Maarten Vandevoordt und Leopold Zingerle erfolgreich verlängert. Doch hinter den Kulissen brodelte es in der Wintertransferperiode gewaltig.
Konkretes Interesse aus der Premier League
Nach Informationen der BILD bemühte sich ein englischer Top-Klub intensiv um den erfahrenen ungarischen Nationaltorhüter Péter Gulácsi. Konkret handelte es sich dabei um die Tottenham Hotspur, die ein äußerst attraktives Angebot auf den Tisch legten.
Das Angebot der Spurs umfasste einen Vertrag über zwei Jahre mit Option auf ein drittes Jahr sowie ein stattliches Gehaltspaket. Für den 35-jährigen Gulácsi wäre dies eine lukrative Möglichkeit gewesen, noch einmal in der Premier League zu spielen.
Strategischer Vorteil für Tottenham
Für Tottenham hätte die Verpflichtung Gulácsis gleich mehrere Vorteile gebracht. Zum einen hätten sie einen erfahrenen Torwart verpflichtet, der die zunehmend in Kritik geratene Stammkraft Guglielmo Vicario hätte unterstützen können. Vicario zeigte zuletzt insbesondere bei der Strafraumbeherrschung und Standardsituationen Defizite.
Zum anderen hätte Gulácsi aufgrund seiner fünfjährigen Ausbildungszeit in England bei Liverpool und Hull City als „Homegrown Player“ gegolten. Diese Regelung in der Premier League verpflichtet Vereine, eine bestimmte Anzahl lokal ausgebildeter Spieler in ihrem 25-Mann-Kader zu führen. Gulácsis Verpflichtung hätte somit einen weiteren Platz für einen internationalen Star freigemacht.
RB Leipzig reagiert prompt
Die Information über Tottenhams Interesse ging natürlich auch an RB Leipzig nicht vorbei. Sportchef Marcel Schäfer verhandelte daraufhin intensiv mit Gulácsis Berater Hasan Cetinkaya und verbesserte das Angebot für den verdienten Spieler nach.
Die Entscheidung fiel Leipzig besonders schwer, da erfahrene Top-Torhüter im Wintertransfermarkt nur schwer zu finden sind. Gulácsi gilt als wichtiger und erfahrener Baustein für die junge Mannschaft, die das Ziel Champions League verfolgt.
Herzensentscheidung für Leipzig
Letztlich gab jedoch nicht nur das verbesserte Vertragsangebot den Ausschlag für Gulácsis Verbleib. Der Torhüter entschied sich aus emotionalen Gründen für Leipzig, wobei auch das Veto seiner Familie eine wichtige Rolle spielte.
Die Vertragsverlängerungen schaffen nun Planungssicherheit für RB Leipzig. Gulácsi bleibt bis 2027, sein designierter Nachfolger Maarten Vandevoordt bis 2030 und Leopold Zingerle bis 2028 an den Verein gebunden.
Im aktuellen DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München sitzt Gulácsi vorerst auf der Bank. Stattdessen hält Vandevoordt, der langfristig die Nummer eins werden soll. Die Torhüter-Frage ist damit vorerst gelöst – trotz des verlockenden Angebots aus Nordlondon.



