Formel-1-Tests in Bahrain: Norris kontert Verstappens Kritik an neuen Regeln
Norris kontert Verstappens Kritik an Formel-1-Regeln

Formel-1-Tests in Bahrain: Heftige Debatte über neue Regeln entbrannt

Am dritten Tag der Formel-1-Tests in Bahrain sorgten die neuen technischen Regularien für mehr Aufregung neben der Strecke als auf dem Asphalt. Während die Teams ihre Autos für die kommende Saison optimieren, äußerten sich mehrere Top-Fahrer kritisch zu den Veränderungen – doch nicht alle teilen diese Meinung.

Verstappens Frust: „Wie Formel E auf Steroiden“

Vierfacher Weltmeister Max Verstappen (28) hatte die Diskussion am Donnerstag losgetreten. Der Red-Bull-Pilot kritisierte scharf, dass die Fahrer aufgrund des erhöhten Elektro-Anteils im Antrieb mehr mit Energie-Management beschäftigt seien als mit dem eigentlichen Fahren. „Es macht gar keinen Spaß, zu fahren. Das ist ein wenig wie Formel E auf Steroiden. Das ist nicht mehr das originale Formel-1-Gefühl“, so der Niederländer wörtlich. Sogar über seine Zukunft in der Königsklasse des Motorsports dachte Verstappen laut nach.

Norris kontert: „Kann sich was anderes suchen“

Diese Aussagen wollte der amtierende Weltmeister Lando Norris (26) nicht unkommentiert lassen. Der McLaren-Pilot konterte am Freitag deutlich: „Die Formel 1 verändert sich ständig. Manchmal macht es ein bisschen mehr Spaß, zu fahren, manchmal ein bisschen weniger. Aber wir bekommen eine lächerlich hohe Summe Geld für unseren Job, also kann man sich am Ende des Tages eigentlich nicht wirklich beschweren.“ Norris fügte mit klaren Worten hinzu: „Jeder Fahrer kann sich etwas anderes suchen. Niemand muss hier sein – auch er nicht.“

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Alonso unterstützt Kritik: „Sogar unser Koch könnte diese Autos fahren“

Wenig später meldete sich auch Fernando Alonso (44) zu Wort. Der spanische Aston-Martin-Pilot hatte bereits bei der Vorstellung seines neuen Renners Anfang Februar gesagt: „Das neue Fahren ist ein bisschen nervig.“ In Bahrain legte er nach: „Früher brauchte man hier in Kurve 12 wirklich fahrerisches Können. Heute fahren wir da mit rund 50 km/h weniger durch als früher. Nur, um Energie für die Gerade zu sparen. Sind wir ehrlich – sogar unser Teamkoch könnte diese Autos fahren.“

Weitere Ereignisse bei den Bahrain-Tests

Isack Hadjar (21), der letztes Jahr für die Racing Bulls fuhr und jetzt für Red Bull am Steuer sitzt, sorgte für Rätselraten, als er in der Nachmittagssession die Mercedes-Box ansteuerte. Die Mechaniker winkten ihn einfach weiter – das Geheimnis um diesen Boxenstopp bleibt ungelöst.

Lewis Hamilton (41) sorgte kurz vor dem Ende des Testtages für eine Rote Flagge. Sein Ferrari blieb nach 151 Runden einfach auf der Strecke stehen und musste abgeschleppt werden.

Bereits am Vormittag war Valtteri Bottas (36) im Cadillac stehengeblieben. Zwei Stunden bastelten die Mechaniker an seinem Auto, dann konnte der Finne wieder auf die Strecke. Insgesamt schaffte er 37 Runden, wobei seine Zeit die schlechteste der 17 aktiven Fahrer war.

Auf den letzten Metern hämmert Franco Colapinto (22) seinen Alpine fast in die Mauer – bei einem Startversuch! Der Argentinier sorgte damit für Kopfschütteln in Bahrain.

Tagesschnellster war Kimi Antonelli (19). Der Mercedes-Pilot stellte sogar die beste Zeit der ersten drei Testtage auf. Zweitschnellster wurde sein Teamkollege George Russell (27).

Die Tests in Bahrain werden am kommenden Mittwoch fortgesetzt. Dann wird wieder drei Tage lang intensiv getestet, bevor die neue Saison beginnt.

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