Elektrifizierte Bordsteine als Ladealternative für E-Autos in Städten
Elektrifizierte Bordsteine: Neue Ladeoption für E-Autos

Viele Mieter in deutschen Städten zögern beim Umstieg auf ein Elektroauto, da sie zu Hause keine Wallbox installieren können. Eine neuartige Lösung könnte Abhilfe schaffen: elektrifizierte Bordsteine, wie sie in Düsseldorf bereits getestet werden. Diese Bordsteine integrieren Ladepunkte direkt am Straßenrand und ermöglichen das Aufladen von E-Autos ohne separate Ladesäulen. Allerdings haben die innovativen Bordsteine ihren Preis und sind bisher nur in geringer Stückzahl verbaut.

Funktionsweise der elektrifizierten Bordsteine

Die elektrifizierten Bordsteine enthalten integrierte Ladeeinheiten, die an das Stromnetz angeschlossen sind. Fahrer können ihr E-Auto über ein Kabel mit dem Bordstein verbinden, ähnlich wie bei einer herkömmlichen Wallbox. In Düsseldorf wurden erste Prototypen installiert, um die Praxistauglichkeit zu testen. Laut einem Sprecher der Stadt Düsseldorf sei die Technik vielversprechend, aber noch nicht ausgereift. Die Kosten für die Installation eines elektrifizierten Bordsteins liegen deutlich höher als die einer Standard-Ladesäule.

Vorteile für Mieter und Städte

Besonders für Mieter ohne eigenen Stellplatz oder Garage bieten die Bordsteine eine attraktive Alternative. Sie könnten das Laden in der Nähe der Wohnung ermöglichen, ohne dass aufwendige bauliche Maßnahmen nötig sind. Auch für Städte bieten sich Vorteile: Die Bordsteine benötigen weniger Platz als herkömmliche Ladesäulen und fügen sich unauffälliger ins Straßenbild ein. Zudem könnten sie die Ladeinfrastruktur in dicht besiedelten Wohngebieten verbessern.

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Herausforderungen und Kosten

Trotz der Vorteile gibt es erhebliche Hürden. Die Herstellung und Installation der elektrifizierten Bordsteine ist teuer; ein einzelner Bordstein kostet nach Angaben des Düsseldorfer Energieversorgers rund 5.000 Euro – mehr als das Doppelte einer herkömmlichen Ladesäule. Zudem müssen die Bordsteine wartungsintensiv sein, da sie Witterungseinflüssen und mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Ein weiteres Problem ist die begrenzte Anzahl: In Düsseldorf sind bisher nur etwa 20 elektrifizierte Bordsteine im Einsatz. Eine flächendeckende Einführung wäre mit erheblichen Investitionen verbunden.

Zukunftsperspektiven

Die Stadt Düsseldorf plant, die Technik weiter zu testen und bei Erfolg auszubauen. Auch andere Städte beobachten die Entwicklung. Der Sprecher betont: „Wir sehen großes Potenzial, aber es braucht noch Zeit und Optimierung, bis die Bordsteine eine echte Alternative zu Ladesäulen darstellen.“ Experten schätzen, dass elektrifizierte Bordsteine in fünf bis zehn Jahren in vielen Städten zum Einsatz kommen könnten, sofern die Kosten sinken und die Technik zuverlässiger wird. Bis dahin bleiben Wallboxen und öffentliche Ladesäulen die dominierenden Ladelösungen.

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