Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, der größten US-Bank, hat die Risiken des KI-Modells Mythos von Anthropic als „echtes Problem“ bezeichnet. Auf dem Pennsylvania Defense and Innovation Summit von Senator Dave McCormick warnte er am Mittwoch vor den Folgen eines unkontrollierten Zugangs zu der Technologie. „Mit Mythos gibt man Einzelpersonen im Grunde ballistische Raketen“, sagte Dimon.
Mythos: Ein mächtiges Werkzeug mit Risiken
Der Entwickler Anthropic hatte zuvor selbst eingeräumt, dass sein Mythos-Modell beim Aufspüren von Software-Schwachstellen so leistungsfähig sei, dass es nicht für die breite Öffentlichkeit freigegeben werden könne. Die rasanten Fortschritte bei KI-Modellen haben Industrie und Behörden gleichermaßen aufgeschreckt. Dimon betonte, dass die US-Regierung das Thema inzwischen ernst nehme.
JPMorgan nutzt Mythos zur Abwehr
JPMorgan gehört zu einer Gruppe von Unternehmen, die seit April Zugang zu Mythos haben. Die Bank nutzt das Modell, um die eigene Abwehr zu testen sowie Erkenntnisse mit Zulieferern und Branchenkollegen zu teilen. Bereits im Mai hatte Dimon erklärt, dass Hunderte Mitarbeiter bei seiner Bank in Vollzeit daran arbeiteten, die Systeme zu stärken. Die Warnung des JPMorgan-Chefs unterstreicht die wachsende Besorgnis über die Sicherheit und Kontrolle hochentwickelter KI-Systeme.



