Eine Woche vor der großen Parade zum Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat am Samstag das 32. Lesbisch-schwule Stadtfest in Schöneberg begonnen. Zur Eröffnung hielt der frühere Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als Schirmherr am Nachmittag eine Rede. Das Fest erstreckt sich über den Nollendorfplatz und die Motzstraße, die als Regenbogenkiez bekannt sind.
Zehntausende Besucher erwartet
Bereits zum Auftakt strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Kiez. Die Veranstalter rechnen am Samstag und Sonntag mit Zehntausenden Gästen. Eigenen Angaben zufolge ist das Fest Europas größtes queeres Event. Auf sechs Bühnen treten Musiker und andere Künstler auf, dazu gibt es Reden und politische Talkrunden. Fast alle Kneipen und Bars in den Straßen haben geöffnet und Tresen vor die Türen gestellt. Am Abend sollen sich die vollen Straßen in Open-Air-Partys verwandeln.
Symbol gegen Diskriminierung und Hass
Das Fest soll nach Angaben der Veranstalter auch ein Symbol gegen Diskriminierung und Hass sein. Es versteht sich als Manifest für sexuelle Vielfalt und gleiche Rechte sowie als Zeichen gegen Gewalt. Wowereit betonte in seiner Rede die Bedeutung des Fests für die Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Menschen in Berlin und weltweit.
Das Stadtfest findet bereits zum 32. Mal statt und lockt jährlich Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Es ist eines der größten queeren Feste Europas und ein wichtiger Termin im Vorfeld des CSD, der am darauffolgenden Samstag durch Berlin zieht.



