Fähre sinkt vor Guyana: 41 Tote und Dutzende Vermisste
Fähre sinkt vor Guyana: 41 Tote, Dutzende Vermisste

Nach dem Untergang einer Fähre vor der Küste des südamerikanischen Landes Guyana ist die Zahl der Toten auf 41 gestiegen. Wie Ministerpräsident Mark Phillips mitteilte, wurden bisher 77 Überlebende gerettet. Die Suche nach schätzungsweise rund 60 Vermissten mit Booten, Flugzeugen und Tauchern vor der Atlantikküste dauert an. Insgesamt befanden sich etwa 180 Menschen an Bord des alten Schiffes.

Unglück in der Nacht auf Sonntag

Die Fähre war in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) im Atlantik auf dem Weg zwischen der Hauptstadt Georgetown und der abgelegenen Gemeinde Port Kaituma verunglückt. Das kleine Dorf liegt an einem Flusskanal im Inland Guyanas in der ölreichen Region Essequibo nahe der Grenze zu Venezuela. Die Unglücksursache ist bislang unbekannt. Der Kapitän, der lebend gerettet wurde, ist laut Behörden positiv auf Cannabis getestet worden.

Präsident sichert gründliche Untersuchung zu

„Ich versichere der Nation, dass es eine umfassende, gründliche und unabhängige Untersuchung dieser Tragödie geben wird“, sagte Präsident Irfaan Ali in einer Fernsehansprache. Das Boot hatte Medienberichten zufolge mitten in der Nacht einen Notruf abgegeben, nachdem es rund acht Stunden seiner 24-stündigen Fahrt hinter sich hatte. Ein Überlebender sagte dem Nachrichtenportal News Source, er habe ein lautes Geräusch gehört und gesehen, wie Wasser hereingeströmt sei. Die Fähre habe sich danach geneigt und zu sinken begonnen.

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Wrack vor der Küste entdeckt

Nach Angaben der Regierung wurde das Boot bei dem Such- und Rettungseinsatz rund 15 Kilometer vor der Küste auf dem Meeresboden gefunden. Die Rettungsarbeiten werden fortgesetzt, während die Nation um die Opfer trauert.

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