Ukraine-Krieg: Feuer bei Wildberries, IAEA warnt vor Wasserversorgung in AKW Saporischschja
Ukraine: Drohnenangriff auf Wildberries, AKW-Wasserprobleme

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat in der Nacht zum 24. Juli 2026 ein Feuer in einer Lagerhalle des führenden russischen Online-Händlers Wildberries im Gebiet Leningrad ausgelöst. Nach Angaben von Regionalgouverneur Alexander Drosdenko wurden drei Menschen verletzt. Das Unternehmen bestätigte die Einstellung des Betriebs an zwei Logistikstandorten in der Region um St. Petersburg. Es ist nicht der erste Angriff auf Wildberries, das oft als „Russlands Amazon“ bezeichnet wird: Bereits in den vergangenen Tagen waren wiederholt Lagerhallen des Händlers getroffen worden.

IAEA: Wasserversorgung am AKW Saporischschja beeinträchtigt

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) warnt vor einer Störung der Wasserversorgung am von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. Generaldirektor Rafael Grossi erklärte, Angriffe in und um die Stadt Enerhodar hätten die lokale Strominfrastruktur getroffen, was zu einem Ausfall der Wasserversorgung in der Stadt und auf dem AKW-Gelände führte. Allerdings bestehe kein Mangel an Brunnenwasser für die Kühlung der Reaktoren. Seit dem 18. Juli haben die IAEA-Beobachter am AKW nur begrenzten Zugang zu Leitungswasser.

Ukraine: Bombenangriffe auf Saporischschja und Slowjansk

Ein russischer Bombenangriff auf die südukrainische Stadt Saporischschja forderte mindestens 25 Verletzte, darunter sechs Minderjährige, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. Russland warf fünf Gleitbomben ab, die Wohnhäuser und eine medizinische Einrichtung beschädigten. In Slowjansk im Osten der Ukraine verletzten russische Gleitbomben mindestens 14 Menschen und beschädigten sieben Wohnblocks, wie Gouverneur Wadym Filaschkin berichtete. Der Ballungsraum um Slowjansk und Kramatorsk ist der letzte große Festungsgürtel der Ukraine in der Region Donezk.

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Kiew: Ex-Verteidigungsminister Fedorow will zurück ins Amt

Der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow besteht auf seiner Rückkehr ins Amt. „Heute gibt es im Staat nur drei Posten, außer auf dem Schlachtfeld, die den Kriegsverlauf real beeinflussen: der Präsident der Ukraine, der Verteidigungsminister und der Oberkommandierende der Streitkräfte“, sagte Fedorow. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte ihm mehrere Positionen angeboten, darunter einen Vizepremierposten für militärische Innovationen. Fedorow war im Rahmen eines Regierungsumbaus entlassen worden, was Proteste auslöste. Selenskyj entließ daraufhin Armeechef Olexander Syrskyj und ernannte Mychajlo Drapatyj zum neuen Oberbefehlshaber. Die Demonstranten fordern weiterhin Fedorows Rückkehr und drohen mit Dauerdemos ab Freitag.

Kasachstan drosselt Ölförderung nach Drohnenangriffen

Nach massiven ukrainischen Drohnenschlägen in Russland hat Kasachstan eine Drosselung seiner Ölfördermengen angekündigt. Das Energieministerium in Astana begründete dies mit der Sicherheitslage am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums im russischen Hafen Noworossijsk, das mehrfach Ziel ukrainischer Drohnen war. Die Verladevorgänge seien vorübergehend ausgesetzt, um die Sicherheit von Schiffen, Besatzungen und Umwelt zu gewährleisten.

Selenskyj: Neue Militärführung soll Mobilmachung verbessern

Präsident Selenskyj beauftragte die neue Militärführung mit einer besseren Mobilmachung. Der neue Verteidigungsminister Jewhenij Chmara und der neue Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj müssten die Rekrutierung verbessern, sagte Selenskyj. Chmara, ein ehemaliger Geheimdienstler und Drohnenexperte, ist bisher nur geschäftsführend im Amt. Selenskyj erwartet zudem verstärkte russische Angriffe auf Getreideschiffe im Schwarzen Meer und ein baldiges Treffen mit US-Vertretern.

EU verhängt größtes Sanktionspaket seit vier Jahren

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas gab das 21. Sanktionspaket gegen Russland bekannt, das sich gegen 218 Personen und Organisationen richtet. Es trifft über 100 Banken, 40 Schiffe der russischen Schattenflotte, mehrere Ölraffinerien und über 50 militärisch-industrielle Einrichtungen. Die EU-Botschafter hatten sich zuvor darauf geeinigt.

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Kreml dämpft Hoffnung auf schnelle Friedenslösung

Nach dem Treffen der Außenminister Lawrow und Rubio in Manila schätzt der Kreml die Aussichten auf ein schnelles Abkommen als wenig optimistisch ein. Sprecher Peskow betonte jedoch die Fortsetzung des Dialogs. Rubio bekräftigte die US-Bereitschaft zu einer konstruktiven Rolle, räumte aber ein, dass noch viel Arbeit nötig sei.

Weitere Angriffe: Tote auf Krim und in Woronesch

Bei ukrainischen Angriffen auf die Krim und Woronesch kamen zwei Menschen ums Leben. In Woronesch starb ein dreijähriger Junge durch einen Brand nach Drohnentrümmern. Auf der Krim gab es einen Toten und vier Verletzte. Die russische Luftabwehr schoss nach eigenen Angaben 223 Drohnen ab.