Kanadische Praktikantin in Nato-Hauptquartier unter Spionageverdacht
Nato-Praktikantin unter Spionageverdacht festgenommen

Die belgischen Behörden haben eine kanadische Praktikantin festgenommen, die im militärischen Hauptquartier der Nato (Shape) im belgischen Mons arbeitete. Der Vorwurf: Spionage für ein Drittland und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die Frau sei chinesischer Abstammung, teilte die Bundesstaatsanwaltschaft am Samstag mit.

Ermittlungen und Festnahme

Die Praktikantin war den Sicherheitsdiensten aufgefallen, nachdem sie zuvor mehrere Monate in der Shape-Zentrale tätig gewesen war. Am Donnerstag führte die belgische Polizei Durchsuchungen in ihrer Wohnung und am Arbeitsplatz durch. Einen Tag später ordnete der Ermittlungsrichter die Festnahme an. Die Behörden machten weder den Namen der Verdächtigen noch das angebliche Auftragsland öffentlich.

Reaktion der Nato

Martin O’Donnell, Sprecher von Shape, betonte: „Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Einsatzbereitschaft der Nato, die Kommando- und Kontrollstrukturen oder laufende Aufgaben beeinträchtigt wurden.“ Die Nato arbeite eng mit den belgischen Ermittlungsbehörden zusammen, um den Vorfall aufzuklären. Es sei ein klares Zeichen, dass Sicherheitslücken konsequent verfolgt würden.

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Hintergrund und mögliche Motive

Die Festnahme wirft Fragen nach den Sicherheitsvorkehrungen in internationalen Militäreinrichtungen auf. Shape ist das Supreme Headquarters Allied Powers Europe und beherbergt sensible Kommandostrukturen. Ein Spionagefall könnte die Beziehungen zwischen Nato-Mitgliedern und Drittstaaten belasten. Die belgische Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die Verdächtige Zugang zu klassifizierten Informationen hatte. Weitere Details werden aus ermittlungstaktischen Gründen zurückgehalten.

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