IPC warnt: Über 1,4 Millionen Menschen in Gaza von Hunger bedroht
IPC: 1,4 Mio. Menschen in Gaza von Hunger bedroht

Die Initiative zur Klassifizierung der Ernährungssicherheit (IPC) hat am Mittwoch Alarm geschlagen: Im Gazastreifen droht bis zum Jahresende mehr als zwei Dritteln der Bevölkerung akuter Hunger. Konkret könnten über 1,4 Millionen Menschen in eine krisenhafte oder noch dramatischere Ernährungslage geraten, da Hilfsorganisationen ihre Lieferungen aufgrund fehlender Gelder einschränken müssten.

Fortschritte nach Waffenstillstand in Gefahr

Nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2025 hatte sich die Versorgungslage zunächst deutlich verbessert. Diese Fortschritte seien nun jedoch in Gefahr, hieß es in dem IPC-Bericht. Bereits zwischen Mitte April und Ende Juni seien gut 1,2 Millionen Menschen – etwa 59 Prozent der Einwohner – von schwerem Nahrungsmangel betroffen gewesen.

Israelische Behörden widersprechen

Die für humanitäre Hilfe zuständige israelische Militärbehörde Cogat bezeichnete den IPC-Bericht als voreingenommen und warf der radikal-islamischen Hamas vor, Hilfsgüter abzuzweigen und zu plündern. Das israelische Außenministerium erklärte, man beschränke die Einfuhr von Lebensmitteln nicht und habe seit Oktober 2025 die Lieferung von mehr als 1,8 Millionen Tonnen Nahrungsmitteln in das Küstengebiet ermöglicht.

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Hintergrund des Konflikts

Der Gaza-Krieg begann mit einem Angriff der Hamas auf den Süden Israels, bei dem nach israelischen Angaben 1200 Menschen getötet und 251 Geiseln genommen wurden. Bei der anschließenden israelischen Offensive kamen nach Angaben der Gesundheitsbehörde im Gazastreifen über 73.000 Palästinenser ums Leben.

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