Airbus sackt 90 Meter ab: 14 Verletzte bei Air-India-Flug
Airbus sackt 90 Meter ab: 14 Verletzte

Ein Airbus A320neo der Air India ist am Dienstag auf dem Flug von Phuket (Thailand) nach Delhi (Indien) in schwere Turbulenzen geraten. Die Maschine verlor kurzzeitig rund 90 Meter an Höhe, mindestens 14 Menschen wurden verletzt. Die Piloten konnten den Jet sicher landen, mehrere Passagiere mussten jedoch ins Krankenhaus.

Plötzlicher Höhenverlust von 300 Fuß

Nach Angaben indischer Medien sackte die Maschine während des Reiseflugs abrupt um etwa 300 Fuß (rund 90 Meter) ab. Der Vorfall ereignete sich gegen 4 Uhr morgens Ortszeit, etwa eineinhalb Stunden nach dem Start. Viele Passagiere schliefen, als die Turbulenzen die Kabine erschütterten.

Air India bestätigte den Zwischenfall und sprach von einem „kurzen turbulenzbedingten Ereignis“, das zu einer „momentanen Höhenänderung“ geführt habe. Das Flugzeug sei sicher in Delhi gelandet, alle Passagiere und Crewmitglieder hätten die Maschine verlassen können. Die Fluggesellschaft kündigte an, mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

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Passagiere berichten von Schockmomenten

Ein Passagier schilderte gegenüber dem Nachrichtenportal „News18“ die dramatischen Minuten: „Es war ungefähr eineinhalb Stunden nach dem Start. Es war früher Morgen, viele von uns schliefen. Plötzlich hatte man das Gefühl, das Flugzeug würde stehen bleiben – dann begann es, sich heftig zu bewegen. Das ging zwei bis drei Minuten.“ Sein Bruder habe Verletzungen an Schulter und Rücken erlitten, zudem sei dessen Trommelfell verletzt worden.

Andere Reisende berichteten, dass Menschen gegen die Kabinendecke prallten und Gepäckstücke von den Gepäckfächern fielen. Ein etwa 18 Monate altes Kleinkind sei „etwa drei Sitze weit geschleudert“ worden. Die Unfälle führten zu Panik und Verletzungen in der Kabine.

14 Verletzte, sieben im Krankenhaus

Insgesamt wurden mindestens 14 Menschen verletzt – zehn Passagiere und vier Crew-Mitglieder. Sieben Passagiere wurden nach Angaben des Fortis Hospital Vasant Kunj in Delhi zur medizinischen Untersuchung und Behandlung aufgenommen. Die Klinik erklärte, dass die Patienten unter anderem per CT, MRT oder Röntgen untersucht werden sollten. Erste Berichte sprechen von Prellungen und Kopfverletzungen.

Die genaue Anzahl der Verletzten könnte noch steigen, da einige Passagiere zunächst keine medizinische Hilfe suchten. Die indische Luftfahrtbehörde DGCA hat den Vorfall zur Untersuchung übernommen. Laut „India Today“ wird dabei auch geprüft, ob ein technisches Problem eine Rolle gespielt haben könnte.

Schäden in der Kabine

Im Internet kursieren inzwischen Bilder und Videos, die Schäden an der Kabinendecke zeigen. Offenbar wurden Teile der Verkleidung durch herumfliegende Gegenstände beschädigt. Die Aufnahmen verdeutlichen die Wucht der Turbulenzen, die die Maschine erfasst hatten.

Die DGCA will nun die Flugdaten und Aufzeichnungen des Fluges auswerten, um die genaue Ursache zu ermitteln. Experten zufolge sind Turbulenzen dieser Art selten, können aber bei starken Wetterphänomenen oder in der Nähe von Gewitterzellen auftreten. Die Sicherheit der Passagiere habe laut Air India oberste Priorität, das Unternehmen zeigte sich erleichtert über die sichere Landung.

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