Ermittler stufen Angriff als islamistischen Terroranschlag ein
Der Angriff eines Autofahrers am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) wird von den Ermittlern eindeutig als islamistischer Terroranschlag eingestuft. Das gab Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Tatort bekannt. „Darauf deutet alles hin“, sagte Dobrindt. Die Suche nach dem flüchtigen Täter stehe nun im Vordergrund.
Hintergrund des Tatverdächtigen
Der mutmaßliche Täter sei 2005 in Deutschland geboren und besitze die deutsche Staatsbürgerschaft, so Dobrindt. Er habe einen libanesischen Hintergrund; seine Mutter sei 2002 in Deutschland eingebürgert worden. Der Mann habe sich radikalisiert und gehöre der islamistischen Szene an. Dobrindt erwarte, dass der Generalbundesanwalt die Übernahme des Falls auf Bundesebene noch im Laufe des Tages vorbereite.
Frühere Auffälligkeiten und Verurteilung
Der Angreifer sei bereits in der Vergangenheit „auffällig“ geworden, berichtete der Minister. Er sprach von einem „hohen Maß von Straftaten“ und einer „islamistischen Radikalisierung“. Der Beschuldigte sei bereits zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft habe gegen dieses Urteil Beschwerde eingelegt, so Dobrindt.
Tathergang und Opfer
Bei der Tat setzte der Täter nicht nur sein Fahrzeug als Waffe ein, sondern auch eine Machete. Eine Frau kam dabei ums Leben, 29 Menschen wurden teils schwerst verletzt. Die Polizei schließt nicht aus, dass es einen zweiten Täter geben könnte, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.



