Abdul Ballout, ein 21-jähriger Mann, der verdächtigt wird, am Christopher Street Day (CSD) in Berlin mit einem Auto eine Frau getötet und zahlreiche Menschen verletzt zu haben, befindet sich weiterhin auf der Flucht. Tausende Polizisten fahnden bundesweit nach ihm. Die Ermittlungen zeichnen das Bild eines IS-Anhängers und Intensivtäters, wie die Polizei Berlin mitteilte.
Die Tat und ihre Folgen
Am 26. Juli 2026, während der CSD-Feierlichkeiten, raste ein Fahrzeug in eine Menschenmenge. Eine 34-jährige Frau starb noch am Tatort, Dutzende weitere wurden teils schwer verletzt. Der Fahrer, Abdul Ballout, flüchtete zu Fuß. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein.
„Wir haben es mit einem radikalisierten Einzeltäter zu tun, der offenbar eine islamistische Gesinnung hat“, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Die Ermittlungsakte zeige, dass Ballout bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten sei, unter anderem wegen Körperverletzung und Diebstahls.
Der mutmaßliche Täter: Streng religiös und abgebrochene Ausbildung
Abdul Ballout wuchs in Berlin auf, seine Eltern stammen aus dem Nahen Osten. Er galt als streng religiös und brach seine Ausbildung ab. Nachbarn beschreiben ihn als zurückgezogen, aber gelegentlich aggressiv. „Er war immer sehr ruhig, aber wenn man ihn ansprach, wurde er schnell wütend“, berichtete ein Anwohner der BILD.
Am Tag vor der Tat schenkte Ballout einer Obdachlosen Lebensmittel. Dieses Verhalten steht im Kontrast zu der brutalen Tat, die er nur Stunden später verübte. Die Polizei prüft, ob es sich um eine gezielte Aktion handelte, um ein falsches Bild zu erzeugen.
Ermittlungen und Fahndung
Die Bundespolizei ist in alle Bundesländer eingeschaltet. Spezialeinheiten durchsuchen Wohnungen und Garagen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: „Wer Abdul Ballout gesehen hat oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben kann, soll sich sofort melden“, so ein Fahnder.
Experten warnen vor einer möglichen weiteren Radikalisierung. Der Fall erinnert an den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016, bei dem ein IS-Anhänger einen Lkw in eine Menschenmenge steuerte.
CSD als Symbol der Freiheit
Der Christopher Street Day steht für die Rechte queerer Menschen und wird weltweit gefeiert. Der Anschlag in Berlin hat die queere Gemeinschaft erschüttert. Eine Gedenkveranstaltung ist für das Wochenende geplant. „Wir lassen uns nicht einschüchtern“, erklärte ein Sprecher des CSD-Berlin e.V. „Dieser Angriff trifft uns tief, aber wir werden weiter für Gleichberechtigung kämpfen.“
Die Politik reagierte entsetzt. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sprach von einem „feigen Anschlag auf unsere offene Gesellschaft“. Die Sicherheitsbehörden wurden angewiesen, die Überwachung islamistischer Gefährder zu verstärken.
Die Fahndung nach Abdul Ballout läuft auf Hochtouren. Jeder Hinweis könnte entscheidend sein, um den Flüchtigen zu fassen und weitere Anschläge zu verhindern.



