Eineinhalb Wochen nach den verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 2.954 gestiegen. Zudem wurden 16.592 Verletzte registriert, wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte. Die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am 24. Juni weite Teile des Landes erschüttert.
Zerstörung und Obdachlosigkeit
Nach offiziellen Angaben stürzten durch die Beben 190 Gebäude ein, weitere 856 wurden stark beschädigt. Mehr als 16.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Die Behörden registrierten seit dem 24. Juni zudem 942 Nachbeben, die die Bergungsarbeiten erschweren.
Suche nach Überlebenden trotz geringer Chancen
Obwohl die Aussichten, weitere Überlebende zu finden, inzwischen als sehr gering gelten, setzen die Einsatzkräfte ihre Suche nach Verschütteten fort. Erst am Donnerstag wurde ein Mann lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Einkaufszentrums in der Küstenstadt Maiquetía geborgen. Die Rettungskräfte hatten über Tage Kontakt zu dem Verschütteten gehalten und ihn mit Wasser und anderen lebenswichtigen Gütern versorgt.
Die Bergungsarbeiten in den Erdbebengebieten, insbesondere in La Guaira, dauern an. Helfer arbeiten unter schwierigen Bedingungen, um weitere Opfer zu bergen und die Infrastruktur wiederherzustellen.



