Frachtschiff vor Jemens Küste angegriffen: Briten melden Angriff
Frachtschiff vor Jemens Küste angegriffen

Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO (United Kingdom Maritime Trade Operations) meldete am Donnerstag einen Angriff auf ein Frachtschiff vor der Küste Jemens. Der Vorfall ereignete sich etwa 70 Seemeilen südwestlich der jemenitischen Hafenstadt Aden. Die genaue Identität des Schiffes sowie die Flagge, unter der es fährt, wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Details zum Angriff

Nach Angaben der UKMTO wurde das Schiff von einer unbekannten Quelle angegriffen. Es gab keine unmittelbaren Berichte über Verletzte oder schwere Schäden. Die Besatzung konnte den Angriff unbeschadet überstehen und das Schiff setzte seine Fahrt fort. Die Behörde rief alle Schiffe in der Region zur Vorsicht auf.

Der Angriff ereignete sich in einem Gebiet, das in den vergangenen Monaten wiederholt Schauplatz von Attacken auf Handelsschiffe war. Die jemenitische Huthi-Rebellenbewegung, die weite Teile des Landes kontrolliert, hat mehrfach Drohungen gegen Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden ausgesprochen. Sie begründet dies mit israelischen Militäroperationen im Gazastreifen.

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Auswirkungen auf die Schifffahrt

Die zunehmenden Angriffe haben zu erheblichen Beeinträchtigungen des internationalen Schiffsverkehrs geführt. Zahlreiche Reedereien meiden inzwischen die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal und nehmen längere Alternativrouten um das Kap der Guten Hoffnung in Afrika. Dies führt zu Verzögerungen und steigenden Transportkosten.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters haben die Angriffe der Huthis seit November 2023 zu einem Rückgang des Schiffsverkehrs im Roten Meer um rund 30 Prozent geführt. Die USA und Großbritannien haben mit Luftangriffen auf Huthi-Stellungen im Jemen reagiert, um die Sicherheit der Seewege zu gewährleisten.

Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen

Die internationale Gemeinschaft verurteilte den jüngsten Angriff scharf. Ein Sprecher des britischen Außenministeriums erklärte: „Wir verurteilen diesen Angriff auf die Handelsschifffahrt aufs Schärfste. Die willkürlichen Attacken gefährden unschuldige Seeleute und destabilisieren die Region.“ Die US-Marine hat ihre Präsenz im Roten Meer verstärkt und führt gemeinsam mit Verbündeten Patrouillen durch, um die Schifffahrtswege zu schützen.

Die Huthi-Rebellen haben bisher keine Verantwortung für den Angriff übernommen. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Gruppe hinter der Tat steckt. Die Rebellen verfügen über eine Vielzahl von Waffen, darunter Drohnen und Raketen, die sie für Angriffe auf Schiffe einsetzen.

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