Iran-Krieg: Ölpreise fallen deutlich – Hoffnung auf Abkommen
Iran: Ölpreise fallen – Hoffnung auf Abkommen

Die Ölpreise sind am Montag deutlich gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen geplanten Angriff auf den Iran vorerst abgesagt hat. Trump erklärte, er setze auf eine diplomatische Lösung, um das iranische Atomprogramm zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Der Preis für die Nordseesorte Brent sank um 4,08 Dollar oder 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent auf 80,66 Dollar.

Trump: Angriff abgesagt – Gespräche sollen folgen

Trump hatte am späten Samstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social erklärt, Iran und andere Nahost-Länder hätten um Zeit gebeten, um ein Abkommen auszuhandeln. Laut Trump soll dieses eine „sofortige, vollständige und totale“ Wiedereröffnung der Meerenge und ein Ende der nuklearen Bedrohung vorsehen. „Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg geworden, und er wäre für sie verheerend gewesen“, begründete Trump die Kehrtwende an Bord der Präsidentenmaschine. Er kündigte für Montag neue Gespräche mit Vertretern der Islamischen Republik an. Wo diese stattfinden sollen, ließ er offen.

Schifffahrt: Nur zwei Sauditanker passieren Bab al-Mandab

Aktuelle Schifffahrtsdaten zeigen, dass am Wochenende lediglich zwei mit saudischem Öl beladene Tanker das Rote Meer über die Meerenge Bab al-Mandab verlassen haben. Die „Lesvos“ und die „Desh Vaibhav“ fuhren den Angaben zufolge mit abgeschalteten AIS-Transpondern, um ihre Position zu verschleiern. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hatten am 20. Juli ein See-Embargo gegen Saudi-Arabien verhängt. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldet zuletzt drei weitere Angriffe auf Tanker. Zugleich ist die Zahl der Frachtschiffe, die die Straße von Hormus passieren, von 19 auf zehn gesunken.

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Iran-Oman: Verhandlungen über Hormus in Endphase

Nach Angaben aus Teheran befinden sich die Gespräche zwischen dem Iran und dem Oman über die Schifffahrt in der Straße von Hormus in der Endphase. Außenminister Abbas Araghtschi informierte das Kabinett entsprechend. Außenamtssprecher Ismail Baghai betonte, die Lage in der Meerenge werde nicht zum Vorkriegsstatus zurückkehren. „Der Iran handelt im eigenen Interesse und ändert seine Entscheidungen nicht wegen Drohungen“, sagte Baghai dem Sender Press TV. Eine Einigung mit Oman über eine neue Schifffahrtsroute bedeute aber nicht automatisch, dass die Straße geöffnet oder geschlossen werde.

Gaza: Mindestens 15 Tote bei israelischen Luftangriffen

Trotz der von Trump verkündeten Waffenruhe-Verhandlungen hat Israel seine Luftangriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Nach palästinensischen Angaben wurden binnen eines Tages mindestens 15 Menschen getötet, darunter zwei Ehepaare und zwei Kinder. Betroffen waren Gaza-Stadt, Deir al-Balah und Chan Junis. Das israelische Militär erklärte, einer der Angriffe habe zwei Kommandeuren der Hamas-Elitetruppe „Nuchba“ gegolten. Die Informationen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Huthi-Miliz: Acht saudische Öltanker zum Umweg gezwungen

Die Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben acht saudische Öltanker gezwungen, den Bab al-Mandab zu meiden und stattdessen den weiten Weg um das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen. Bloomberg berichtete, sechs Tanker würden diesen Umweg tatsächlich antreten. Saudi-Arabien bestätigte die Angaben zunächst nicht. Die Huthi, die die Meerenge kontrollieren, wiesen zugleich Berichte über geplante Durchfahrtsgebühren zurück: „Der Transit durch den Bab al-Mandab ist kostenlos“, teilte ein Büro für humanitäre Angelegenheiten in Sanaa mit.

Kuwait meldet Abwehr iranischer Drohnen

Die kuwaitische Armee hat nach eigenen Angaben feindliche Drohnen in ihrem Luftraum zerstört. Ein Regierungsgebäude und weitere „wichtige Einrichtungen“ seien angegriffen worden, teilte das Außenministerium mit. Durch herabstürzende Trümmer entstand Sachschaden, Menschen kamen nicht zu Schaden. Teheran drohte zugleich den Nachbarländern: Muslimische Länder sollten ihre Kooperation mit den USA überdenken, andernfalls könnten sie zum Ziel iranischer Angriffe werden, warnte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi.

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Weitere Tanker-Zwischenfälle vor Oman

Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldet eine Explosion in der Nähe eines Tankers vor der Küste Omans, 20 Seemeilen nordöstlich von Chasab. Schiff und Besatzung blieben unversehrt. Zuvor hatte es zwei weitere Vorfälle gegeben: Ein Tanker wurde elf Seemeilen nordöstlich von Lima von einem unbekannten Projektil getroffen, wobei der Maschinenraum beschädigt wurde. Bei einem anderen Schiff wurde eine Wasserfontäne und eine Explosion in unmittelbarer Nähe gesichtet. Der Iran verlangt, dass Schiffe in der Straße von Hormus eine Route entlang seiner Küste nehmen – ein zentraler Streitpunkt im Konflikt.

Hamas stimmt Entwaffnung zu – Israel zögert

Die Hamas hat einer Vereinbarung zur Entwaffnung zugestimmt, wie der ranghohe Vertreter Bassem Naim auf X bestätigte. Voraussetzung seien Zugeständnisse Israels, darunter die Einstellung der Feindseligkeiten und der Truppenabzug aus dem Gazastreifen. Aus israelischen Regierungskreisen hieß es jedoch, die Armee werde sich nicht vor einer tatsächlichen Entwaffnung von der „gelben Linie“ zurückziehen. Das israelische Militär hat seine Kontrolle über den Gazastreifen in den vergangenen Monaten von 53 auf über 60 Prozent ausgeweitet. Eine offizielle Stellungnahme Israels zu Trumps Ankündigung steht noch aus.