Seit mehreren Tagen wird die elfjährige Lyhanna aus der französischen Gemeinde Fleurance im Südwesten des Landes vermisst. Die Behörden gehen mittlerweile von einer möglichen Entführung aus und haben die Ermittlungen aufgenommen. Ein 41-jähriger Mann, der Vater einer Freundin des Mädchens, befindet sich in Polizeigewahrsam.
Großangelegte Suchaktion in Südfrankreich
Polizisten, Jäger, Armeeangehörige sowie zahlreiche Nachbarn und Bekannte beteiligen sich an der Suche nach der Schülerin. Seit ihrem Verschwinden am Freitagnachmittag, dem 29. Mai 2026, haben die Einsatzkräfte keine Mühen gescheut. Hubschrauber, Drohnen, Spürhunde und schweres Tauchgerät kommen zum Einsatz. Die 6000-Einwohner-Gemeinde Fleurance ist der Ausgangspunkt der großflächigen Suchaktion.
Keine Hinweise auf freiwilliges Verschwinden
Laut der zuständigen Staatsanwältin gibt es keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Lyhanna aus freien Stücken verschwunden sein könnte. Das Mädchen sei noch nie weggelaufen. Daher ermittelt die Justiz nun wegen des Verdachts auf Entführung. Überwachungskameras haben das Mädchen am Freitagnachmittag im Auto eines Mannes aufgezeichnet.
Vater einer Freundin unter Verdacht
Bei dem Mann handelt es sich um den 41-jährigen Vater einer Freundin von Lyhanna. Die Polizei nahm ihn in Gewahrsam und verhörte ihn. Der Verdächtige gab an, das Mädchen auf ihren Wunsch hin am Schwimmbad abgesetzt zu haben. Die Staatsanwältin bezeichnete diese Aussagen als unpräzise und widersprüchlich. Weitere Details zu den Vernehmungen wurden nicht bekannt gegeben. Medienberichten zufolge haben Kriminaltechniker mehrere Gegenstände sichergestellt, die nun untersucht werden.
Suche wird stetig ausgeweitet
Die Suchmaßnahmen werden kontinuierlich intensiviert. Inzwischen sind auch Polizisten auf geländegängigen Motorrädern und Gemeindemitglieder auf Pferden im Einsatz. Die Zeit drängt, denn die Hoffnung, Lyhanna unversehrt zu finden, schwindet mit jedem Tag. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe und Hinweise.



