Minderjährige erschießen Drogenboss am Flughafen Guayaquil
Minderjährige töten Drogenboss auf Flughafen Ecuador

Auf dem internationalen Flughafen der ecuadorianischen Millionenstadt Guayaquil haben minderjährige Auftragskiller einen mutmaßlichen Drogenboss erschossen. Die Täter warteten vor dem Eingang der Ankunftshalle für internationale Flüge, getarnt mit einem Blumenstrauß und einem Plüschtier, wie ein vom Fernsehsender Ecuavisa veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt. Als das Opfer das Gebäude verließ, zogen die Jugendlichen ihre Waffen und feuerten aus nächster Nähe auf den Mann. Nach der Tat konnten die Schützen festgenommen werden.

Opfer war Anführer der Bande Los Águilas

Bei dem Getöteten handelt es sich nach Angaben des ecuadorianischen Innenministeriums um Carlos Alberto Suástegui Villanueva, den Anführer der Bande Los Águilas im Kanton El Triunfo. Diese Gruppe ist der bewaffnete Arm von Los Choneros, einer der mächtigsten Gangs des südamerikanischen Landes. Gegen Suástegui Villanueva wurde unter anderem wegen Mordes, Bildung einer kriminellen Vereinigung und unerlaubten Waffenbesitzes ermittelt.

Sicherheitskrise in Ecuador

Das einst als relativ sicher geltende Ecuador steckt in einer massiven Sicherheitskrise. Die Mordrate stieg nach Angaben der Beobachtungsstelle für organisiertes Verbrechen im vergangenen Jahr auf 50,1 Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner – der höchste Wert in ganz Südamerika. Mehrere Gangs kämpfen um die Kontrolle des lukrativen Drogengeschäfts. Die Ermittlungen zu dem jüngsten Vorfall am Flughafen Guayaquil dauern an.

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