Moskau räumt Kraftstoffprobleme nach ukrainischen Angriffen ein
Moskau: Kraftstoffprobleme nach ukrainischen Angriffen

Das russische Energieministerium hat Probleme bei der Kraftstoffversorgung infolge ukrainischer Angriffe eingeräumt. In einer Mitteilung bei Telegram hieß es, Unternehmen des Kraftstoff- und Energiesektors hätten in letzter Zeit mit einer Zunahme feindlicher Angriffe aus der Luft zu kämpfen. Dies führe zu vorübergehenden Schwierigkeiten mit der Kraftstoffversorgung in einer Reihe von südlichen Regionen. Ein nun im Energieministerium gebildeter Stab mit Unternehmen aus diesem Sektor solle eine stabile und effiziente Versorgung des Landes sicherstellen.

Hintergrund der Angriffe

Seit Monaten zielt die Ukraine bei ihren Gegenangriffen auf die russische Ölindustrie. Mit Drohnenattacken will Kyjiw den Treibstoffnachschub für die russische Armee stören und die für Moskaus Kriegskasse wichtigen Einnahmen aus dem Energiegeschäft schmälern. Vizeregierungschef Alexander Nowak hatte bereits beim St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum eingeräumt, dass Russland derzeit weniger Öl fördere als geplant. Er erklärte dies mit unplanmäßigen Reparaturen, ohne Gründe zu nennen.

Einschränkungen auf der Krim und in Luhansk

Von Moskau eingesetzte Behörden auf der annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim und dem ebenfalls annektierten Gebiet Luhansk in der Ostukraine hatten schon zuvor die Ausgabe von Benzin eingeschränkt. Die russische Regierung untersagte außerdem erstmals und zunächst bis Ende November die Ausfuhr von Kerosin.

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Selenskyj spricht mit US-Vermittlern

Mit den Angriffen auf die russische Ölindustrie will die Ukraine auch ihre Verhandlungsposition in möglichen Gesprächen mit Moskau verbessern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner über eine Auffrischung der diplomatischen Initiativen für eine Beendigung des Ukrainekriegs gesprochen. Er dankte Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, und dem Sondergesandten Witkoff für ihre Bereitschaft, in den kommenden Wochen so aktiv wie möglich an einer Wiederbelebung der Diplomatie zu arbeiten.

Selenskyj hatte in der vergangenen Woche vor dem Hintergrund des Irankriegs das lange Warten auf die Anreise von US-Unterhändlern in die Ukraine bedauert. Angekündigt hatte er sie bereits für Mitte April.

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